Iran hält US-Veteran fest

Von EVA GOLDERBIET | Ein ehemaliger US-Soldat wird bereits seit einem halben Jahr im Iran festgehalten. Er war in den Iran gereist um dort eine Freundin zu besuchen. Als erstes meldete die Mutter des Veteranen, dass er schon seit Ende Juli 2018 im Iran festgehalten werde.

Er ist nicht der einzige Amerikaner, der im Iran festgenommen wurde: laut der „New York Times“ sitzen außer ihm noch weitere US-Bürger im Iran fest. Einer von ihnen soll bereits seit mehr als 10 Jahren dort verschollen sein. Die Gründe für die Festnahmen sind unklar. Der iranische Außenamtssprecher hat nur die Verhaftung bestätigt, jedoch wurden keine eindeutigen Gründe dafür benannt.
Manche Medien vermuten als Irans Motiv Donald Trumps Kündigung des Atom-Deals und die strengen Sanktionen gegen den Iran.
Die grundlose Freiheitsberaubung von unschuldigen US-Amerikanern im Iran ist nicht akzeptabel. Es ist durchaus klar und gut begründet, dass Trump starke Sanktionen gegen den Iran eingeführt hat. Der Iran ist eine Diktatur mit totalitären Verhältnissen, die die schlechte Beziehung zu den USA bereits 1979 (als die Verhältnisse dort noch nicht so schlecht wie heute waren) hervorgerufen hatte, indem iranische Studenten die US-Botschaft besetzten und 52 US-Bürger über eineinhalb Jahre als Geiseln hielten. Dies geschah während der iranischen (bzw. islamischen) Revolution im Iran. Nach der Revolution entstand eine neue Staatsform im Iran: die Islamische Republik. Seitdem ist der Iran eine islamistische Diktatur.

Es ist richtig, dass Donald Trump sich von so einem Land stark abgrenzt und nichts damit zu tun haben will. Wie aber auch mit jedem Land, egal ob es diktatorisch ist oder nicht, muss man reden, damit man nicht Gefahr läuft, sich extrem zu verfeinden.