Honeckers später Triumph in der Hauptstadt

Von MAX ROLAND | 29 Jahre ist es her, dass die Mauer fiel und das politische Ende der SED begann. 1989 hatten Honecker und co. fertig, als das Volk in Ost-Berlin auf die Straßen ging.

Nun, fast drei Jahrzehnte später, scheint Erich doch noch zu gewinnen. Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf! Denn in Berlin bahnt sich der phänomenale Sieg der Linkspartei an. Umfragen vom Wochenende sehen die Partei in Berlin mit den meisten Prozenten, vor SPD und CDU. Unglaublich: In der Stadt, die einst zur Hälfte der Vorposten der freien Welt und zur Hälfte die Hauptstadt eines sozialistischen Unrechtsstaates war, schicken sich die Neokommunisten an, das rote Rathaus noch etwas roter zu machen. Die Linke liegt mit 20% auf Platz 1 der Umfragen, dicht gefolgt von der CDU mit 19-und der SPD mit 18%.

Berlin, mit Bezirken wie Kreuzberg ein Wallfahrtsort für alle studentischen Yuppies des Landes. Zahnarztkinder, die von ihren Eltern das Studium vollfinanziert kriegen und sich im progressiven Nähclub mit kommunistischen Ideen anfreunden („Naja also was die Großkonzerne machen ist voll böse und überhaupt, warum muss man eigentlich arbeiten gehen? Und warum bekomme ich mit meinem Abschluss in vergleichender lesbischer Tanztheorie keinen Job mit fünfstelligem Gehalt? Blöder Kapitalismus!“), bestimmen also anscheinend jetzt die Politik in der Hauptstadt. Prost Mahlzeit.

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