Hermine I. von Kreuzberg

Von Air Türkis | Die Kreuzberger Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann ist für ihre gute und engagierte Realpolitik weltweit bekannt. In einem Kontraste-Beitrag über den Görlitzer Park erläuterte sie nun, wie man das dortige Drogen-Problem löst – bzw. warum nicht. 

Foto: Fruchthof Berlin | CC BY-SA 3.0 DE via Wikimedia Commons

Als ich in der 10. Klasse war, bekamen wir einmal schulfrei,weil wir während der Unterrichtszeit bei einem Kreuzberger Fußballturnier mitmachen durften. So ziemlich alle anderen Teilnehmer dort hatten tief schwarzes Haar. Als wir uns versammelten, wurde von einem Kreuzberger Alt-Hippie etwas von irgendeiner Bezirksbürgermeisterin ins Mikrofon genuschelt. Die Partei wurde wie alles sonst verschluckt, sodass der erste aus dem Publikum empört rief „AFD!???“ und sich mit der Faust in die Hand boxte. Doch es war natürlich eine Grüne, die dann auf die Bühne trat.

Vom Typ ist sie so eine Mischung aus Mitarbeiterin im Tattoostudio und Hort-Erzieherin an der Grundschule. In ihrer Ansprache sagte sie, dass das größte Problem bei uns in Kreuzberg der Rassismus und die Rechten wären. Das ist Monika Herrmann, seit 2013 die glorreiche Bürger*innenmeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg.

In einem Beitrag des ARD-Magazins Kontraste zum sagenumwobenen Drogenumschlagplatz Görlitzer Park äußerte sie sich nun in gewohnt genialer Weise. In dem Beitrag wird gezeigt, wie Anwohner unter den Dealern im Park leiden. Wie Jugendliche und Kinder von Dealern angequatscht, belästigt und verfolgt werden. Wie der Drogenhandel ein normales Parkleben zunehmend unmöglich macht. Anwohner echauffieren sich über die Untätigkeit der Politik. Das wird auch in dem Kontraste-Beitrag gezeigt: Mütter, die direkt am Görlitzer Park wohnen, erzählen, was ihre Kinder erleben mussten; eine Mutter spielt mit ihrem Kleinkind auf einem Spielplatz im Görli – umringt von merkwürdigen Gestalten. Ein Alt-Kreuzberger Ehepaar erzählt, wie die Dealer früh morgens ihren ersten Kundenstamm versorgen: Jugendliche auf dem Weg zur Schule. Obwohl alle gezeigten Personen kreuzbergerisch-links wirken, sympathisiert keiner mit den Dealern. Das Maß ist voll, es schreit nach Veränderung. Verständnis für die Bezirksregierung hat keiner mehr. Die Realität überrollt alle Spinnereien und Ideologien.

Die Kriminalitätsrate steigt dramatisch – von Diebstahl bis Messerstechereien. Jeder, der schon mal durch den Görli gelaufen ist, hat Dealer gesehen: Beim Verticken, beim Päckchen verstecken oder er wurde selbst angesprochen. Mir wurde letztens Extasy angeboten: Um 14 Uhr mittags, und ich war nicht mal im Park selbst.

Monika Herrmann, unsere Freundin meint jedenfalls in der Doku, keine Gruppe dürfe diskriminiert werden, und keiner den Park dominieren. Sie sagt, dass die aktuelle Situation der Wunsch der Anwohner und der „engagierten Nachbarschaft“ sei. „Keine Gruppe soll ausgeschlossen werden.“

Jeder normale Mensch, der sich das Gehirn noch nicht komplett weggeraucht, weggespritzt oder wegtablettiert hat, weiß: Die Frau ist eine wandelnde Unverschämtheit.

Bisher bestach sie mit wunderbaren Aktionen wie der, dass sie Flüchtlingen erlaubte, die Gerhard-Hauptmann-Schule über Jahre zu besetzen und dort zu hausen. Zu einem Polizeieinsatz des ehemaligen CDU-Innensenators Frank Henkel (der das Hassobjekt der linken Szene war) meinte Monika, er verwandle den Bezirk in einen Truppenübungsplatz: „Auch wenn der Einsatz nicht illegal war, hier wird das Recht bis zum Anschlag gebogen.“

Sie verbreitete außerdem eine Anleitung, wie man Mietfahrräder knackt. Sie fällt der Polizei in jedem Moment in den Rücken, indem sie nicht damit beschäftigt ist, sie abbauen und abschaffen zu wollen.

In Mo(h)nika zeigt sich, was die Grünen im Kern sind: Kiffer, die in Ruhe kiffen wollen und sich für sonst gar nichts interessieren, es sei denn natürlich, allen anderen Menschen zu verbieten, etwas Sinnvolles zu tun.

 

5 Antworten

  1. Abid Hussain sagt:

    Ich stelle mir vor, nicht Drogendealer aus Schwarzafrika würden den Görlitzer Park belagern, sondern Rechtsradikale würden sich über mehrere Jahre im Park und in den Nebenstraßen postieren. Passanten würden morgens mit einem fröhlichen „Sieg Heil!“ begrüßt, Türken wird „Kanacke!“ hinterhergerufen und alle paar Wochen dreht einer durch und holt den Baseballschläger raus. Typisch Kreuzberg würde es sicherlich diverse Initiativen geben, um den Dialog zwischen Rechtsradikalen und Anwohnern zu fördern. Ich kann mir auch eine Foto-Ausstellung in der Adalbertstraße vorstellen, welche den mutigen Widerstandsgeist der Rechtsradikalen im Kampf gegen das korrupte System huldigt. Und wenn dann ein paar doofe Anwohner rebellieren, weil sie Angst haben, steht ganz Kreuzberg auf und demonstriert für Toleranz, gegen Ausgrenzung und für das Recht eines jeden Skinheads auf freie Selbstentfaltung. Damit die Anwohner und die Rechtsradikalen sich besser kennenlernen, gäbe es zur Krönung ein gemeinsames Fußballturnier. Und wenn dann ein Schwarzafrikaner zu Frau Herrmann in die Bürgersprechstunde kommt und sich beschwert, dass er letzte Woche von einem Skinhead verdroschen wurde, entgegnet ihm diese: „Keine Gruppe darf ausgegrenzt werden.“ So etwas wird natürlich nie passieren. Denn selbst der blödeste Rechtsradikale fühlt sich diesem Land so verbunden, dass er niemals gegen den Willen der Einheimischen seine unmittelbare Umgebung terrorisieren würde.

    • baghira sagt:

      Sehr gut! Dem letzten Satz stimme ich allerdings nur bedingt zu – da gabs in einigen Ostdörfern schon ein paar Gegenbeispiele… Heutzutage terrorisieren allerdings wohl nur noch importierte Rechtsradikale die Nachbarschaft.

  2. B. Sorgt sagt:

    Endlich mal einer, der Frau Herrmann beim richtigen Namen nennt: Wandelnde Unverschämtheit. Aber sie ist gewählt und darf nun ihre Vorstellung vom Rechtsstaat ausleben. Also liebe Drogendealer, weiter so.

  3. DJ_rainbow sagt:

    Sowas kommt raus, wenn Lürd Vüldümürt und Dürth Vüdür ein Kind zeugen. Die Natur lässt sich eben nicht betrügen…

  4. dobby sagt:

    Das ist nicht Hermine, das ist Voldemort.

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