Heiko Maas zum 9.November: Lehren, die er zieht, Lehren, die er nicht zieht

Von MAX ROLAND | Zufällig bin ich auf einen Gastbeitrag unseres Außenministers in der „jüdischen Allgemeinen“ gestoßen. Nur eine Woche Zeit hat gereicht, um seine Worte als pure Heuchelei zu entlarven.

„Hass tötet“: Mit dieser Überschrift beginnt Heiko Maas seinen Artikel, der am 8. November in der „jüdischen Allgemeinen“ erschien. In diesem Artikel widmet sich Maas dem Gedenken an die Reichspogromnacht.

Maas (zur Erinnerung: Der, der wegen Auschwitz in die Politik gegangen ist), findet im Artikel die Lehren, die wir aus diesem Ereignis ziehen müssen. Für ihn ist das die Bekämpfung von Hass. Dafür ist Maas ja bekannt, die Bekämpfung von Hass. Also in Deutschland. Das sieht dann schon ganz anders aus, wenn es auf die Weltbühne geht.

Erst dieses Wochenende hat die Vertretung Deutschlands in der UN, der Maas (zur Erinnerung: Der, der wegen Auschwitz in die Politik gegangen ist) letztendlich vorsteht, sich einer erneuten, ungerechtfertigten Verurteilung Israels nicht entgegengestellt. Die arabischen Staaten missbrauchen die UN, um ihrem Antisemitismus freien Lauf zu lassen (dazu mehr: Buchrezension: Vereinte Nationen gegen Israel) – und Deutschland macht mit. Deutschland stimmt munter gegen Israel: Ganze Neun mal zeigt die Bundesrepublik, die in der UN vom bekannten, extremen Israelkritiker Christoph Heusgen vertreten wird, wie wichtig ihr die „lebendige Freundschaft“ (Zitat Maas) mit Israel ist.

Fazit: Maas will Juden dort verteidigen, wo sie vergleichsweise (noch) kaum bedroht sind: In Deutschland. Doch auf den Staat der Juden schießt man sich gerne mit Regimen wie dem Iran und Saudi-Arabien ein. Die Abstimmungen in der UN-Vollversammlung  gegen Israel waren eine diplomatische Pogromnacht: Und Deutschland macht mit.

„Wir dürfen antisemitischen und rassistischen Ressentiments keinen Fuß breit Platz lassen. Erst sind es Worte, dann folgen die Taten.“ So schreibt Maas in seinem Artikel. Man würde sich wünschen, er würde diese Ansicht auf die Weltbühne tragen. Doch seine Verantwortung für die Bekämpfung von Antisemitismus endet an den deutschen Grenzen.  Maas ist kein Freund der Juden: Für ihn sind sie höchstens ein Mittel zur Selbstprofilierung. Wenn er es nicht schafft, Deutschland international gegen die zu positionieren, die die Vernichtung des jüdischen Staates anstreben, dann ist seine Behauptung, er sei „wegen Auschwitz in die Politik gegangen“, schon fast eine Verhöhnung der Opfer des Vernichtungslagers.

2 Antworten

  1. le chaim sagt:

    Auch im Inland verrät er seine angeblichen Schützlinge – z. B. indem er Kritiker des muslimischen Antisemitismus als „Hassredner“ zensieren will (Netzwerkdurchsetzungsgesetz). Die Juden werden auch in Deitschland ihren Feinden ausgeliefert – diese „Toleranz“ mit Auschwitz zu begründen ist in der Tat eine Verhöhnung der Opfer, die sprachlos macht.

  2. MüllerMilch sagt:

    100%! Maas ist so ein Schleimbeutel wie ich ihn selten gesehen habe.