Gewinnmaximierung ist Gemeinwohlförderung

Wirtschaft einfach erklärt von MARVIN WANK | Gewinne sind keineswegs ein Diebstahl an der Gesellschaft, sondern essentiell um Ressourcen effektiv einzusetzen. 

Jedes Unternehmen strebt danach, möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Doch im Gegensatz zu dem, was Linke gerne behaupten, sind Gewinne keineswegs ein Diebstahl an der Gesellschaft. Profite sind sogar essentiell für den Wohlstand aller.

Ressourcen jeglicher Art sind begrenzt. Sein es Lebensmittel, Immobilien, Arbeitskräfte oder fossile Brennstoffe: diese Güter sind endlich und es ist daher wichtig, sie möglichst effizient einzusetzen. Kein System kann das besser als die freie Marktwirtschaft.

Stellen wir uns einmal zwei Unternehmen vor: Firma Müller und Firma Schmidt. Beide Unternehmen sind in der gleichen Branche tätig, haben in etwa gleich viele Mitarbeiter und auch einen ähnlichen Umsatz. Aber während Firma Müller jedes Jahr einen soliden Gewinn erwirtschaftet, kommt Firma Schmidt nur geradeso über die Runden.

Klaus, ein Mitarbeiter der erfolgreichen Firma Müller, entscheidet sich aus persönlichen Gründen dazu, eine Stelle bei der Firma Schmidt anzunehmen. Ihm fällt schnell auf, dass die Bürofläche der Firma Schmidt fast doppelt so groß ist wie die des Konkurrenten Müller. In jedem Büro sitzen bei Firma Schmidt zwei Mitarbeiter. Bei Firma Müller sind es vier und diese haben trotzdem noch ausreichend Platz. Klaus sagt das seinem Chef und dieser beginnt darüber nachzudenken.

Erschrocken stellt der fest, dass die Firma Müller nur die Hälfte der Miete seiner Firma zahlt. Trotzdem arbeiten die Mitarbeiter der Firma Müller genauso gut wie die der Firma Schmidt. Die Investition in mehr Bürofläche hat sich für Firma Schmidt nicht gelohnt. Firma Schmidt nutzt also die knappe Ressource „Bürofläche“ nur sehr ineffizient und wird dafür mit einem niedrigen Gewinn bestraft.

Der Chef entscheidet sich, die Bürofläche deutlich zu verkleinern. Auf einmal schießt der Gewinn in die Höhe und die Firma Schmidt ist genauso erfolgreich wie der Konkurrent Müller. Aber nicht nur sich selbst hat der Chef einen Gefallen getan: In den freigewordenen Wohnraum ist eine Familie eingezogen. Das war aber gar nicht die Intention des Chefs: Ihm ging es nur um den Profit. Das aber hat ausgereicht, um für andere einen Vorteil zu erschaffen.

Das ist der Vorteil des freien Marktes: Man muss nur an sich selbst denken, um anderen zu helfen. Wer knappe Güter am effektivsten einsetzt, erwirtschaftet die höchsten Gewinne.

Wenn der Staat durch Regulierungen und Steuern diese Gewinne aber verhindert, dann kann gar nicht festgestellt werden, wer am besten mit knappen Ressourcen umgeht. Es werden somit Firmen bevorteilt, die Güter verschwenden. Sozialismus führt nicht zur Umverteilung von reich zu arm. Sozialismus führt zu Umverteilung von erfolgreich zu erfolglos. Und das hat mit Gerechtigkeit beim besten Willen nichts zu tun.

 

1 Antwort

  1. kasimira sagt:

    Vielen Dank für die verständliche Nachhilfe – sowas sollte es auch an den Schulen geben. Mehr davon!

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