Geopolitische Manöver: Wir bräuchten den Tänzer, doch haben den Elefanten

Von MAX ZIMMER | Die Weltlage im Jahre 2018 ist unverändert kompliziert.
Wir sehen regionale Konflikte weiter eskalieren, aber auch auf der Weltpolitischen Bühne eine teilweise Verrohung der Diplomatie.
Die Beziehungen zwischen dem “neuen Ostblock“ Russland und China zum Westen sind weiterhin unterkühlt, ohne Aussicht auf tiefgehende Verbesserung.
Doch die Problematik der aktuellen Lage ist vielseitig, und vor allem aus freiheitlicher Sicht ein echter Drahtseilakt.
Für die Erhaltung des weltweiten Gleichgewichts ist die Existenz der Nato von Nöten. Ohne sie hätten Russland und China militärisch ein absolutes Machtmonopol.
Sollte der Westen unter Führung der USA weiterhin frei und souverän sein wollen, muss er in der Lage sein, anderen Großstaaten die Stirn zu bieten.
Auf der anderen Seite haben wir innerhalb der westlichen Strukturen eine Situation, die wiederum unsere Freiheit nach innen hin gefährdet. Nicht erst seit dem Irakkrieg sind die USA eine interventionistische Militärmacht, die mit unüberdachten Militäreinsätzen Konflikte massiv fördert (oder produziert) und die Nato seit Jugoslawien mehr und mehr nutzt, um diese in ein Angriffsbündnis umzuformen, was wiederum Wasser auf die Mühlen der Feinde eines vereinten Westen ist, und auch den westlichen Nationen nicht nützt, sondern viel mehr wenigen Mächtigen und Finanzinteressenten innerhalb der Regierungen. Gerade in einer Situation, in der Semi autoritäre, militärisch starke Staaten wie Russland und China zusammen mit totalitären Diktaturen wie Nordkorea und dem Iran eine Anti-west Achse bilden, sollten wir eine starke, aber dennoch Prinzipientreue Außenpolitik verfolgen, die es uns ermöglicht, wehrhaft und glaubwürdig für Freiheit und Unabhängigkeit zu stehen. Dies wird aber unmöglich, wenn im Einklang mit korporatistischen Konzernen und Sonderinteressen Ressourcenkriege mit dem Blut amerikanischer Soldaten geführt werden.
In einer Situation, in der wir eigentlich Stärke in Kombination mit Besonnenheit und Vernunft, aber auch moralischem Handeln bräuchten, haben wir es mit korrupten Strukturen zu tun, die für ein System des Machtmissbrauchs kämpfen. Wir haben es mit einer Politik oder viel mehr Agenda zu tun, die nach dem Beispiel des Elefanten im Porzellanladen agiert und dabei allen Beteiligten bloß schadet.
Deswegen sollten wir mit aller Macht versuchen, die Nato wieder zu dem zu machen, was sie sein soll und muss: Ein Symbol des vereinten Westens und ein Bollwerk für Freiheit und Demokratie.
Unsere Antwort auf eine Agenda des Krieges und der Korruption sollte nicht die Kapitulation dem Machtmissbrauch gegenüber in Form eines Nato Austritts sein, sondern eine schrittweise Rückeroberung unserer eigenen Ideale.

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