Evangelischer Pazifismus und seine Abgründe

Von ADRIÁN | Die evangelische Kirche lädt in Baden-Württemberg BDS-Unterstützer unter dem Motto „Aufbruch zu einem konstruktiven Miteinander“ ein.

Dass wichtige Vertreter der evangelischen Kirche des öfteren sehr kurzsichtige Äußerungen von sich geben, dürfte seit Margot  „Terroristen mit Beten und Liebe begegnen“ Käßmanns wohl jedem bekannt sein. Aus dem grünen Sumpf zu entkommen ist für sie in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr möglich.
Und wo die moderne Linke ist, ist Antizionismus nicht weit. Im Fall der evangelischen Akademie Bad Boll in Gestalt der BDS-Bewegung. Es geht um eine Konferenz unter dem Motto „Aufbruch zu einem konstruktiven Miteinander“, bei der es um Israel und die „Palästinenser“ gehen wird.
Es sind 20 Referenten zu dieser Konferenz geladen, ein Großteil davon sind BDS-Unterstützer. 2005 startete diese Bewegung, zufällig in dem Jahr, in dem die Hamas die Macht im Gazastreifen übernahm.
Die wichtigsten Referenten:
-Annette Groth von der Linkspartei, die unter anderem 2010 Islamisten im Kampf gegen die Israelische Seeblockade unterstützte
-Christine Buchholz, ebenfalls von der Linkspartei, die sich 2010 weigerte, in Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus sich für den israelischen Präsidenten zu erheben
-Rolf Verleger, ein Psychologe, der Israel des öfteren als Apartheidsstaat bezeichnete und alle Juden mit dem Mörder von Rabin und dem Terroristen Baruch Goldstein auf eine Stufe stellt
Doch damit nicht genug. Auch die „Nakba-Ausstellung“ wird dort gezeigt. Eine Ausstellung mit dem Ziel, den Mythos der großen Vertreibungen der Palästinenser durch den israelischen Staates weiter fortleben zu lassen. Dass die Muslime damals zumeist von ausländischen religiösen Führern aufgerufen wurden, das Land zu verlassen, scheint nachwievor keinen zu interessieren.
Echte Opposition gibt es nur von einer Person: Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter der Baden-Württembergischen Landesregierung.
Laut eigener Aussage haben die Veranstalter auch Vertreter der Deutsch-Israelischen Gesellschaft eingeladen. Schade, dass der DIG-Präsident das nicht bestätigt. Nächstes mal muss sich die Akademie wohl eine bessere Ausrede einfallen lassen.
Warum verstecken sie sich überhaupt noch? 2010 war sogar ein Minister der Hamas eingeladen, warum also nicht einfach alle Masken fallen lassen und sich als antisemitisch outen? Aber nein, das geht natürlich nicht, denn sie sind ja nur „antizionistisch“. Martin Luther rotiert im Grab – allerdings vor Freude.

1 Antwort

  1. Raubtierkapitalist sagt:

    Allein der Umgang der deutschen ev. Kirche mit Judenchristen / Messianischen Juden spricht (antisemitische) Bände. Die Begründung der Organisatoren des ev. Kirchentags, Judenchristen Stände beim EKT zu untersagen, ist dermaßen scheinheilig. Eigentlich nur noch von dem Begriff der sog. Schutzhaft – und allem was historisch folgte – der Nationalsozialisten zu überbieten.

    Moment mal: Die Messianischen Juden und der Kirchentag

    https://www.theologiestudierende.de/2013/05/24/die-messianischen-juden-und-der-kirchentag/

    Diese Doku widmet sich ab 28:25min auch dem Evangelischen Kirchentag.

    Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa