Energiewende scheitert? Die Männer sind schuld!

Von MAX ROLAND | „Die Männer-Dominanz in der Energiewirtschaft bremst die Energiewende“. Diese Behauptung stellt „bizz energy“, laut eigener Beschreibung „das Wirtschaftsmagazin für die Energiezukunft“, auf Twitter auf. Dazu ein Link zu einem Artikel, in dem diese Behauptung erläutert wird. Stützen tun sie diese auf eine gewisse britische Wissenschaftlerin namens Catherine Mitchell von der Universität Exeter. Zitat aus dem Artikel:

„Catherine Mitchell hat einen sehr menschlichen Grund für das Beharrungsvermögen der fossilen Energiegewinnung ausgemacht: den Mann. Die Dominanz von Männern, „insbesondere älteren weißen Männern, bremst die Transformation der Energiewirtschaft“, sagte die Professorin für Energiepolitik an der Universität Exeter kürzlich der Zeitung „The Guardian“. Fehlende Geschlechterdiversität mache die Branche weniger offen für neue Ideen und einen Wandel zu CO2-ärmerer Energieerzeugung.“

An der Stelle muss ich beim Schreiben dieser News tatsächlich kurz Pause machen und mir an den Kopf fassen. Wir haben eine ideologisch getriebene Idee, die Energiewende, die mit übel planwirtschaftlichen Mitteln durchgesetzt werden soll. Und, wer hätte es gedacht, diese planwirtschaftlich erzwungene Energiewende schreitet langsam voran. Da aber die eigene Methodik unmöglich schuld sein kann, muss die Ursache wo anders liegen. Haben wir hier noch irgendwelche Feindbilder rumliegen, die wir gerade verwenden könnten? Weiße Männer? Perfekt!

Also halten wir fest: Am Versagen der Energiewende ist der weiße Mann schuld. Bewiesen wird das mit – ja, mit was? Mit nichts. Bereits im nächsten Absatz des Artikels heißt es: „Die Wissenschaftlerin lieferte zwar keine konkreten Belege für ihre Einschätzung, verwies aber auf einen deutlich höheren Frauenanteil in innovativen, klimafreundlicheren Unternehmen der Energiewirtschaft als in solchen mit fossiler Stromerzeugung. Laut „Guardian“ gibt es in nahezu zwei Dritteln der 89 führenden britischen Energieunternehmen keine weiblichen Vorstandsmitglieder.“

Im Klartext: Bewiesen wird diese Annahme durch gar nichts. Absolut nichts an verwertbaren Beweisen, die so eine These untermauern könnten. Das hindert natürlich Simone Peter nicht daran, den Tweet von bizz energy munter zu retweeten. Passt natürlich perfekt ins Narrativ: Die schöne Energiewende würde ja eigentlich so gut funktionieren, wenn da nur nicht diese weißen Männer wären, die alles immer kaputtmachen würden. Kulturmarxismus und „Diversity“-Ideologie als Antwort auf das offenkundige Versagen der eigenen Utopien und Pläne. Willkommen bei den Grünen.

Übrigens: Nachdem wir auf Twitter wegen des Retweets Kritik an Frau Peter übten, wurden wir von der guten Frau blockiert:

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