Diskussion zum Kopftuchverbot ist „rechte Hetze“ – Schlägerei bei Podiumsdiskussion

Von Liana Friedrich | Stellen sie sich vor, sie sitzen bei einer Podiumsdiskussion organisiert von der Frauenrechtsorganisation „Terre des femmes“ und den „Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmtheit“. Mit Gästen wie der ehemaligen Frankfurter Schuldirektorin Ingrid König und Autorin und Kulturwissenschaftlerin Naila Chikhi, jahrelang auch aktiv um Frauenrechte zu verteidigen. Und nun kommen ein paar Studenten von der Gruppe „Studis gegen rechte Hetze“ und behaupten alleine die Diskussion über das Kopftuchverbot an Schulen sei rassistisch. Es sei „rechte Hetze“ und sie wollen „auf die Gefährlichkeit und Funktion der sogenannten Kopftuchdebatte aufmerksam“ machen. 

Was ich da rauslese ist eigentlich, dass sie die Debatte an sich für gefährlich halten. Was in meinen Augen das wirklich Gefährliche ist. Eine gesunde Debattenkultur gehört zu einer echten politischen Auseinandersetzung und die Debatte und Kontroverse war doch auch immer das, was die Studenten und Universitäten ausgemacht hat. 

Diese Zeit ist nun wohl vorbei. Nun herrscht Meinungseinfalt. Wie man die Einfalt hier auslegt sei jedem selbst überlassen. In meinen Augen ist es äußerst einfältig eine Podiumsdiskussion in einer Schlägerei enden zu lassen, anstatt mit wirklichen Argumenten dagegen zu steuern oder eigene Veranstaltungen zu organisieren. 

Aber als echter Demokrat zeigt man doch Haltung gegen Rechts. Und das geht nur wenn man einen auf Revoluzzer macht. Nur ist es kontraproduktiv wenn man alles und jeden als Rechts deklariert der nicht alle Strophen der Internationalen beherrscht. 

Das oben beschriebe Szenario geschah genauso diesen Freitag an der Goethe-Universität Frankfurt. Nach wiederholten, nicht befolgten Aufforderungen der Veranstalter, an die Studenten, den Saal zu verlassen, kam es zu einer Schlägerei, Tische flogen und erst als die Polizei kam, kehrte Ruhe ein.

Die Studenten äußersten sich später auf Facebook und erzählten von einer Geschichte die sich vor Ort zugetragen haben soll: “Während der Protestperformance kam es dann zu einem körperlichen Übergriff auf eine unbeteiligte Besucherin mit Kopftuch. Während sie den Protest filmte, griff ein Mann sie gewalttätig an. Daraufhin eilten ihr zwei weitere Besucher zur Seite, leisteten Zivilcourage und wurden dann ebenfalls Opfer der Gewalt. Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde erstattet. Weiter wurden Schilder und ein Transparent gewaltsam heruntergerissen.“

Ob dies der Wahrheit entspricht bleibt bisher noch unklar.Gegenüber der „FAZ“ äußerte die Frauenrechtlerin Chikhi, dass sie nicht aufhören wird, ihre Meinung zu vertreten: „Ich werde mein ganzes Leben weitermachen!“.

2 Antworten

  1. Konrad Kugler sagt:

    Das ist blanker Totalitarismus, den da Linke durchsetzen wollen.
    Das Denken ist genau so idiotisch, wie der Genderwahn.

  2. baghira sagt:

    Möchte wissen, was eine iranische Freiheitskämpferin zu unseren „Antifaschisten“ sagen würde…