„Die Zeit“ braut Paulaner

Von MAX ROLAND |  „G’schichten ausm Paulanergartn“. Wer sich an diese Werbung für die bayerische Brauerei Paulaner noch erinnert, der wird verstehen, was ein „Paulaner“ ist: Allgemein wird eine Falschbehauptung auf Netzwerken wie Jodel als „Paulaner“ bezeichnet.  „Die Zeit“, an vorderster Front als Qualitäts-und Haltungsmedium im antifaschistischen Kampf, scheint jetzt Paulaner im großen Stil auszuschenken.

Es geht um einen Artikel, genauer gesagt ein Interview mit Wolfgang Kubicki.  „Die Zeit“ schreibt und zitiert dabei Kubicki:

Bei einer Debatte zu Integration und zum Holocaust sei aus den AfD-Reihen sinngemäß der Zwischenruf gekommen, man habe im „Dritten Reich“ noch viel zu wenig Juden umgebracht: „Da war ich fassungslos. Wenn ich mitbekommen hätte, von wem genau die Aussage kam, ich wäre aufgestanden und hätte dem Typen eine geknallt.“

Problem ist nur: Diesen Zwischenruf gab es gar nicht. Das Schmierblatt „Zeit“, hat sich das schlicht und ergreifend ausgedacht. Die AfD-Fraktion konnte juristisch dagegen vorgehen. Kubicki wurde abgemahnt, sagt aber nun, er wäre falsch zitiert worden. Die Zeit musste eine Unterlassungserklärung abgeben. Aber im Moment (28. April, 21:00 Uhr) steht der Text noch immer online, mit dem strittigen Zitat. Dazu schreibt die AfD-Fraktion auf ihrer Website: „Die erfolgreiche Gegenwehr der AfD-Fraktion gegen eine mediale Falschbehauptung setzt ein wichtiges Signal: Die Fraktion der AfD im Deutschen Bundestag lässt sich ehrabschneidende und infame Diffamierungen und Falschbehauptungen weder von politischen Konkurrenten noch von selbsternannten ‚Qualitätsmedien‘ gefallen.“

Momentan spricht wirklich alles dafür, dass „die Zeit“ hier einfach Lügen verbreitet. „Fakenews“. Und ich dachte, die Qualitätsmedien sind der Gegenpol zu den Fakenews? Seltsam. Gut, dass wir die EU haben, die ja jetzt über eine Art GEZ für Zeitungen nachdenkt, deren Auflage schwächelt (und unter diese Kategorie fällt „Die Zeit“, denn es gibt Gott sei Dank immer weniger Menschen, die Geld für linksliberale Filterblasenpresse von Obermittelklasse-Akademikern ausgeben wollen). Man merkt, es wird immer wichtiger, Nachrichten zu überprüfen, es könnte sich um „Fakenews“ handeln. Ich verlinke deshalb einfach mal hier eine Rubrik, die  „die Zeit“ auf ihrer Website zum Thema „Fakenews“ hat. Der Glaser, der Nachts Fensterscheiben einwirft, um am nächsten Morgen seine Hilfe anzubieten, versteht sicherlich was von seinem Fach.

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