Die USA als Freiheitssymbol für Hongkong

Stars and Stripes: Das freiheitliche Morgengrauen über Hongkong

Von Sebastian Thormann | Hongkongs Demonstranten verwenden gehäuft US-Nationalsymbole, um für Freiheit und Demokratie zu protestieren. Und das obwohl amerikanische und internationale Medien – befeuert durch die Präsidentschaft Donald Trumps – gerne ein negatives und düsteres Bild von den USA zeichnen. Jahrelang zeigten Football-Spieler – aus ihrer Sicht als eine Art des Protests – ihre Respektlosigkeit gegenüber US-Fahne und Hymne, unter US-Demokraten wird die Ansicht die USA seien hauptsächlich auf Sklaverei und Unterdrückung gegründet immer verbreiteter und erst vor kurzem hat sich die Amerikanische Linke über die Betsy-Ross-Flagge (die als erste US-Flagge gilt) empört.

Auf Videos und Bildern, die im Internet kursieren, ist nun zu sehen wie Demonstranten in Hongkong, die für Freiheit und Demokratie in der ehemaligen britischen Kronkolonie protestieren, US-Flaggen schwenken und das „The Star-Spangled Banner“, die US-Nationalhymne, singen:

Ähnlich wie Hongkongs Einwohner heute beriefen sich die Bürger der 13 Kolonien Amerikas im 18. Jahrhundert auf Rechte, die sie als Bürger des britischen Empires eigentlich gewohnt waren, und erkämpften sich diese durch die Unabhängigkeit vom Mutterland in der Amerikanischen Revolution zurück. Diese neue Nation nahm dann als Flagge die „Stars and Stripes“ an.

Im Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812 verteidigten die USA dann ihre Unabhängigkeit gegenüber Großbritannien und Francis Scott Key schrieb nach dem nächtlichen Angriff britischer Truppen auf Baltimore über seine Erleichterung, dass ebendiese Flagge noch über dem amerikanischen Fort weht, den Text zur US-Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“. Als eine der ersten modernen Republiken, wurden die USA in den folgenden Jahrhunderten zum Inbegriff für Freiheit und Demokratie für Menschen auf der ganzen Welt.

Um ihre (im Vergleich zum Rest Chinas) besonderen Freiheiten zu verteidigen, fordern die Demonstranten in Hongkong nun eben mehr Autonomie von Peking ein, dass sich immer mehr in die Angelegenheiten der Stadt einmischt. Und für Amerika und den Rest der Welt zeigt dies, dass für viele Menschen um den Globus die USA – trotz allem Schlechtredens, trotz aller antiamerikanischen Reflexe – immer noch als das Vorbild schlechthin für eine freiheitliche und demokratische Nation, als die „City upon a Hill“ gelten.

1 Antwort

  1. karlchen sagt:

    Ohne Trump hätten sie die Demonstranten schon längst zusammengeschossen.