Die NASA will mehr Frauen ins All schicken

Von ELISHOVA DAVID | Am sechsten März, kurz vor dem Internationalen Frauentag, gab die NASA bekannt, dass der bevorstehende Spacewalk am 29.03. die erste rein weibliche Weltraumfahrt der Welt werden würde. Es war geplant, dass die beiden Astronautinnen Anne McClain und Christina Koch die ISS, zum Austauschen von Batterien außerhalb der Raumstation, verlassen würden, mit Unterstützung vom Boden aus durch die Flugleiterin Mary Lawrence und die Fluglotsinnen Jackie Katey und Kristen Facciol. Doch diese Pläne wurden aus logistischen Gründen kurzfristig geändert – der NASA stehen nicht genügend Raumanzüge in der richtigen Größe zur Verfügung. Demnach muss Anne McClain ihren Platz an ihren männlichen Kollegen Nick Hague abgeben.

Vorallem die amerikanische Öffentlichkeit ist darüber enttäuscht. Viele sehen eine ausschließlich weibliche Mission für längst überfällig, dass diese wegen unpassender Ausrüstung abgesagt wurde, sei sexistisch. Von den mehr als 500 Menschen, die bisher im Weltall gewesen sind, waren nur weniger als 11% Frauen. Auch Hillary Clinton meldete sich zu Wort und twitterte, die NASA solle doch einfach noch einen Anzug herstellen – ein genialer Einfall auf den bisher bestimmt noch niemand gekommen ist. Ganz im Sinne der Feministen sollen jetzt immer mehr Frauen in die Raumfahrt integriert werden. Vorrangig gilt dies für Führungspositionen. Außerdem kündigte die NASA an, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die ersten Menschen auf dem Mars Frauen sein werden. Die Wissenschaftsjournalistin Kate Greene, eine Teilnehmerin der ersten Mission in der simulierten Marsstation HI-SEAS, publizierte Ergebnisse einer Studie, nach der Frauen aufgrund ihres Stoffwechsels und allgemein wegen ihres Körperbaus besser für solche Missionen geeignet wären. Da Frauen im Schnitt leichter sind und bei beinahe gleicher Anstrengung weniger Kalorien verbrennen, könnten sie Platz und Ressourcen sparen. Außerdem würde man in der Raumfahrt weibliche Crews bevorzugen, da diese angeblich besser im Team arbeiten.

Eigentlich bräuchte man keine aufwendigen NASA-Studien um herauszufinden, dass es zwischen der männlichen und der weiblichen Statur möglicherweise einen klitzekleinen Unterschied geben könnte. Nur bot dieser Unterschied für die Agenda der Feministen bislang eher einen Nachteil, weshalb er mit Verweis auf die Gender Studies für nicht-existent erklärt wurde. Interessant wie schnell Ideologen zwischen Theorien von gesellschaftlichen Konstrukten und Fakten hin und her springen können.

Die Astronautik ist nicht die einzige Naturwissenschaft, die jetzt per Frauenquote aufgewertet werden soll. Es ist kein Geheimnis, dass Frauen in typischen Männerberufen favorisiert werden. Selbstverständlich sind dabei nur Berufe gemeint, mit denen sich ordentlich Geld und Ruhm verdienen lässt, denn von Frauenquoten bei der Müllabfuhr habe ich persönlich noch nichts gehört. Aber wenn wir schonmal dabei sind, Frauen ohne Rückfahrtticket auf den Mars zu verfrachten – mir würden da so einige politische Alleskönnerinnen einfallen, aber Platz und Ressourcen sparen, kann man mit denen wohl nicht.

1 Antwort

  1. moneypenny sagt:

    😂👍

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