Die knusprige Bedrohung

Von MARVIN WANK | Nachdem die unnötige Hysterie um die paar Millionen Flüchtlinge langsam abgeflacht ist, die schwelenden Finanzprobleme der Griechen aus den Schlagzeilen der Tageszeitungen verschwanden und die vor wenigen Wochen noch als neofaschistisch bezeichneten Polen auch alle zu langweilen beginnen, hat die EU endlich wieder Zeit, sich auf die wahren Probleme zu konzentrieren.

Diese Mal sind Pommes Frites im Visier der ruhmreichen Brüsseler Krieger für Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit. Genauer gesagt: knusprige Pommes und Getreideprodukte. Denn diese enthalten nach einhelliger wissenschaftlicher Auffassung viel zu viel Acrylamid, was im Verdacht steht, Krebs zu erregen.

Also soll demnächst kontrolliert werden, dass Imbisse ihre Pommes Frites auch ja nicht zu stark frittieren. Produkten für die heimische Zubereitung soll eine Bräunungstabelle beigelegt werde müssen, die den maximal empfohlenen Grad der Bräunung aufzeigt. Halbgefrorene Pommes und lauwarme Brötchen haben schließlich auch etwas.

Mit Regulationen wie dieser schränkt die EU nicht nur die Freiheit ihrer Bürger ein, sie macht sich vor allem lächerlich und ihre Berechtigung unglaubwürdig. Das Schengen-Abkommen ist eine tolle Sache, aber niemand braucht ein europäische Pommes-Gestapo. Die EU gehört dringend reformiert: In ihrer jetzigen Form schadet sie der Freiheit mehr als dass sie ihr nützt.

2 Antworten

  1. FreierRadikaler sagt:

    Lieber Herr Wank!
    Ganz Ihrer Meinung, aber es ist noch viel schlimmer:
    Die einhellige wissenschaftliche Meinung existiert gar nicht.
    Der ganze Ernährungsunsinn den uns die EU und die Medien erzählen
    Ist genau so wissenschaftlich wie der Klimawandel.
    Alles ideologischer Müll. „Grüne Religion“.
    Zu Acrylamid hier ein Link :
    http://www.deutschlandfunkkultur.de/acrylamid-unter-krebsverdacht-eu-geisselt-baeckereiwesen.993.de.html?dram:article_id=402694

    • Marvin Wank sagt:

      Vielen Dank für die Korrektur, da hatte ich mich offensichtlich nicht gut genug informiert. Der Artikel bezieht sich auf die Bevormundung des Bürgers, die auch wenn der Stoff tatsächlich schädlich wäre, ungerechtfertigt wäre. Nichtsdestotrotz ist das Gesetz im Anbetracht der umstrittenen Erkenntnislage natürlich noch unsinniger.

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