Die kleinste Minderheit der Welt

Von MARVIN WANK | Das Lieblingsthema linker politischer Aktivisten ist der Schutz von vorgeblich diskriminierten Minderheiten. Auch ich habe den Eifer der politischen Korrektheit schon am eigenen Leib erfahren und musste mir schon den einen oder anderen Vortrag über „Alltagsrassismus“ oder „Mansplaining“ anhören. Als Liberaler, der staatliche Eingriffe in den freien Markt prinzipiell ablehnt, wurde ich zum Beispiel schon oft als „Sexist“ gebrandmarkt, weil ich mich gegen eine verpflichtende Frauenquote ausgesprochen habe.

Dabei setze ich mich in Wahrheit mehr für Minderheiten ein, als es diese selbsternannten Ritter der Gerechtigkeit in ihrer schimmernden Regenbogenrüstung tun. Denn als Liberaler setze ich mich für die Rechte von Individuen ein. Und Individuen sind naturgemäß die kleinste Minderheit der Welt, denn jeder Mensch ist einzigartig.

Die, die vorgeben Rassismus bekämpfen zu wollen, sind selbst rassistisch. Denn sie sehen in einem Menschen mit dunkler Hautfarbe in erster Linie ein Mitglied einer zu schützenden Gruppe. Ich sehe in ihm ein Individuum mit völlig einzigartigen Merkmalen. Ich definiere Menschen nicht über ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe, sondern sehe sie als Einzelnen Menschen.

Das Individuum ist die kleinste Minderheit der Welt. Jeder, der vorgibt, sich für die Recht von Minderheiten einzusetzen, müsste sich zwangsläufig für die Rechte von Individuen einsetzen. Das Gegenteil ist aber allzu häufig der Fall. Es wird folglich offensichtlich, dass der Kampf für die Rechte von Minderheiten in westlichen Staaten in den meisten Fällen lediglich der eigenen Profilierung oder dem mundtot machen politischer Gegner dient.

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