Die deutsche Hypermoral – und wie sie uns selbst schadet

Von MAX ROLAND | Das Thema der „Fridays for future“-Demos dominiert nach wie vor Schlagzeilen und Debatten. Kinder und Jugendliche, in der Regel jünger als ich, gehen auf die Straße, um für Klimaschutz zu „Streiken“.  Zufällig traf ich einmal am Kölner Hauptbahnhof auf einige Jugendliche, die einen von Greta Thunberg inspirierten Flashmob veranstalteten. Während ich mir nur einen Kaffee bei Starbucks (im Einwegbecher, worauf mich die demonstrierenden Kinder dann auch eifrig hinwiesen) holen wollte, wurde ich auf sie aufmerksam und beschloss, das Gespräch zu suchen. Ich war tatsächlich schockiert, denn die Kinder waren faktenschwach und umso meinungsstärker. Kohleuausstieg? Sofort! Auf meinen Hinweis, dass ein sofortiger Kohleausstieg aber die Energieversorgung gefährden würde, kam ein simples „Dann machen wir halt erneuerbare Energien stärker“. Nachdem ich erklärt hatte, warum das nicht so einfach geht, kam rumgedruckse und nervöses Lachen. Zu realisieren, dass Strom nicht einfach nur aus der Steckdose kommt, war dann doch eine Herausforderung, auf die Gretas Jünger nicht eingestellt waren. Als ich im Zug saß, dachte ich darüber nach: Eine solche Politik aus dem Bauch heraus würde unser Land vor die Wand fahren. Direkt danach wurde mir klar, dass sie das eigentlich schon tut. Denn insbesondere Deutschland ist seit Jahren ein Paradebeispiel für das, was eine übersteigerte Hypermoral mit einem Land macht.

„Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, proklamierte einst ein deutscher Kaiser, und drückte damit ein Überlegenheitsgefühl aus, eine nationale Hybris in Deutschland. Dieser Größenwahn gipfelte in den von Deutschland ausgehenden NS-Verbrechen.  Aber die krachende Niederlage und die historische Schande des Holocausts haben diese nationale Hybris nicht etwa vernichtet – nein, sie beflügeln sie eher.  Zauberwort „Erinnerungskultur“. Denn die Deutschen haben einen wirklich seltsamen Weg gewählt, mit ihrer Vergangenheit und dem durch deutsche Hand begangenen Jahrhundertverbrechen fertig zu werden. Alle wissen, dass der Holocaust die Folge eines ins extreme geführten Überlegenheitsanspruch der Deutschen war – und trotzdem ist der Holocaust keine Bremse für einen solchen Überlegenheitswahn, sondern erst der Ansporn. Auf eine unfassbar seltsame Art ist der Holocaust in Deutschland zum Kern des neuen Überlegenheitsanspruchs verkommen. Die deutsche Überlegenheit folgt aus dem Umgang mit dem Zivilisationsbruch: Wir sind die Überlegenen, nicht trotz, sondern wegen Auschwitz.  Denn durch unseren Umgang damit sind wir wieder die guten geworden Denn nicht nur sind wir uns der Verbrechen, die wir einst begangen, bewusst: Sie sind der angebliche Kompass, mit dem Deutschland agiert. Wir haben uns die Verpflichtung auferlegt, „Gut“ zu sein.  Einen klaren und rationalen Blick auf die Realität gibt es in Deutschland dadurch schon lange nicht mehr: Wir sind so gut, dass wir vergessen, wie die Welt aussieht. 

Als Angela Merkel 2015 die Grenzen für Flüchtlinge und Migranten öffnete, wurde vielleicht deutlich, was ich damit meine: In Deutschland wurde frohlockt. Und alle stellten fest: Deutschland, das Land, von welchem das Jahrhundertverbrechen der Shoa ausging, zeigt ein menschliches Gesicht.  Die Bilder der „Bahnhofsklatscher“ gingen um die Welt. Es hieß, wie gut es doch wäre, dass ausgerechnet Deutschland mit seiner historischen Schande jetzt das Land ist, aus dem solche Bilder in die Welt gingen. Besoffen vor Freude (über sich selbst) jubelten diese „Bahnhofsklatscher“, wenn ein Zug mit neuen Flüchtlingen ankam. Viele riefen sogar „Schön, dass du da bist!“ – wo mir damals endgültig die Spucke wegblieb, denn immerhin war „er“ ja nur „da“, weil ein Krieg ihn (angeblich) gezwungen hatte, seine Heimat zu verlassen. Das soll schön sein? Aber die Aussage des an einen Flüchtling gerichteten  Satzes „Schön, dass du da bist“ ist in Wahrheit doch eine andere: „Wie schön, dass ich hier stehen kann.“ Denn während mehr und mehr Menschen nach Deutschland kamen und wir sehenden Auges die Kontrolle verloren, waren wir in einem kollektiven Freudentaumel über uns selbst. Monatelang klopfte sich Deutschland selbst auf die Schulter, geführt durch das mediale Establishment. Wie schön, dass wir gut sein können! Viele brauchten erst ein Ereignis wie die Kölner Silvesternacht um zu begreifen, was während unserer monatelangen Selbstbeweihräucherung eigentlich passiert war: Über eine Millionen Menschen waren ins Land gekommen, ohne Registrierung, ohne Aussicht auf Arbeit, ohne Pässe: 2015 war in sofern einmalig, weil eine ganze Nation beschloss, russisch Roulette zu spielen. Und warum? Weil wir die Guten sind. Und als wir merkten, dass wir uns eine Situation geschaffen hatten, mit der wir unmöglich fertig werden würden, beschlossen wir, Europa mit hinein zu ziehen. Bereits während der akuten Flüchtlingskrise setzten die Medien den Ton der Debatte: Länder wie Österreich oder Ungarn wurden verurteilt, weil sie die Welle von Einwanderern bremsen wollten. Ungarn wurde zum Buh-Mann, als die Bilder von Zäunen und Tränengas bekannt wurden. Dabei waren es die Ungarn und andere, gleichgesinnte Staaten in der Region, die uns noch vor schlimmerem bewahrt hatten: Wären Wien, Budapest und co. in einen ähnlichen Willkommenswahn verfallen wie die Deutschen – man will sich nicht ausmalen, wie sich die Zahlen potenziert hätten. Deutschland predigte „Brücken statt Mauern“ und äußerte Verachtung für die ungarischen Grenzzäume, während es doch diese Grenzzäune waren, die eine Verschärfung der Lage verhinderten.  Und wer es wagte, im Inland der totalen Willkommenskultur zu widersprechen, geriet in den Verdacht, ein Fremdenfeind zu sein. Kein Einwand galt: Man war entweder für die bedingungslose Grenzöffnung oder ein Rassist, Fremdenfeind, Nazi, oder eine weitere, entkernte Kampfvokabel frei nach Wahl der Bahnhofsklatscher. 

Dann forderte Merkel „europäische Solidarität“ und wollte Flüchtlinge in Europa verteilen. Da trat die deutsche Hypermoral als eine Art „Moralimperialismus“ zu Tage. Deutschland hatte eine Entscheidung nicht aus dem Kopf, sondern aus einer Gefühlslage heraus getroffen: Wir sind ja die Guten, richtig? Und die Konsequenzen dieser Entscheidung sollen bitte alle tragen. Denn sie ist ja moralisch richtig, und wer nicht mitmachen will, ist schlecht und böse. Nur wollte Europa dieses Spiel nicht mitspielen. Völlig zurecht hatte Viktor Orban festgestellt:  „das [Flüchtlings]Problem ist ein deutsches Problem.“ Der Satz, der hierzulande als Ausdruck der nationalen Kleingeistigkeit Ungarns galt, hat den Kern des Problems aber erfasst – Deutschland versuchte, sich zum Kreuzritter der Moral in Europa zu machen und die Konsequenzen seines irrationalen Handels den anderen aufzuzwingen.

Die „Flüchtlingskrise“ ist vielleicht das bekannteste und schwerwiegenste Beispiel – doch bei weitem nicht das einzige. Die deutsche Hypermoral ist vielfältig. 

Alles muss gut sein, jeder hat gut zu sein – oder zumindest sein bestes dafür zu tun, um am Ende das grüne Gütesiegel „Konsument mit zertifiziertem Moralkompass“ zu erhalten. Alles ist ins Visier der Moralisten geraten. Essen, Trinken, Autofahren, sämtliche Einkäufe, von der Butter bis zum T-Shirt. In der gesellschaftlichen Wohlstandsblase Deutschlands ist nichts gut genug. Nur die Moralisten sind natürlich außen vor: Jürgen Trittin und Renate Künast halten gerne große Vorträge über Umweltschutz, aber flogen einst mit einer Bundeswehrmaschine nach Brasilien, während sie ein zweites Flugzeug hinterherfliegen ließen, um auch im Zielland einfach in ein eigenes Flugzeug steigen zu können. Wenn mich in der Schule ein Lehrer anspricht, ich solle doch nicht immer mit dem Einweg-Kaffeebecher rumrennen, ist das irgendwie schon absurd genug – aber wenn der gleiche Lehrer dann in der nächsten Stunde mit Bergen an Kopien um die Ecke kommt und in 45 Minuten etwa fünf Blätter pro Schüler verteilt werden , fragt man sich wirklich, ob die Fähigkeit, sich selber zuzuhören, manchmal in Vergessenheit gerät. Aber jeder Totalitäre predigt gerne Wasser und trinkt Wein, und bei den meisten Hypermoralisten ist es nicht anders. 

Im Englisch-Unterricht lesen wir  Texte darüber, wie wir „Klimaschonend“ konsumieren können: Und sind dabei quasi nur noch Millimeter von der Forderung entfernt, jeder solle einfach wieder in seinem Garten für sich selber Kartoffeln anpflanzen, um die totale Klimaneutralität zu erreichen. Mittlerweile sage ich auch gerne aus Trotz, dass ich mir mein Steak erlaube, und dass mir die drei Kilogramm Co2, die ich damit verursache, gleichgültig sind. Und ich fahre auch gerne mit dem Auto – ja, ich könnte theoretisch auch 5 km mit dem Rad fahren, aber ich habe meinen Führerschein ja nicht gemacht, um ihn mir an die Wand zu hängen. Und mit guter Musik ne schöne Strecke zu fahren, ist  meine Freiheit – und wenn ich dann im Radio höre, wie Grüne wieder eine Offensive gegen das Auto starten, wird die Zapfsäule auch zu meiner Freiheitsstatue. Ich nehme ich mir ganz bewusst meine Freiheiten, solange sie noch da sind. Und es macht umso mehr Spaß, wenn ich überlege, dass sich irgendeinen Besserwisser, Sesselprediger oder einen Hypermoralist darüber ärgert. Denn dass unsere Freiheit durch die Moralisten immer weiter in Bedrängnis gerät, ist kein Geheimnis. Fahren Sie noch heute mit ihrem Diesel zum Steakhouse ihres Vertrauens: Es könnte das letzte mal sein. 

Dabei ist unsere Hypermoral in vielen Dingen auch einfach nur Lachhaft. Wenn Greta Thunbergs Jünger wirklich denken, wir in Deutschland retten mit einem sofortigen Kohleausstieg die Welt, dann empfehle ich, sich mal die Emissionen aus Asien anzugucken: Allein China emmitiert ungefähr 13 mal  so viel  Co2 wie Deutschland. Aber wir halten einen Klimawandel auf, den es sowieso geben wird, weil wir alle E-Autos fahren?  Oder gar nicht mehr fahren? 

Wir predigen gerne anderen Ländern, was sie zu tun haben. Alle sollen bitte aus der Kohle aussteigen: Doch für viele Staaten, gerade für aufstrebende, ist Kohle eigentlich der einzig lohnende Energieträger. Wir gucken auf die Kleidungsfabriken in Bangladesch und kämpfen für deren Schließung: Doch der Job als Näher ist oft die beste Möglichkeit, die diese Leute haben. Und genau so industrialisierte sich einst auch Europa: mit genau den gleichen, schlechten Bedingungen. Wir regen uns über Rohdung des Regenwaldes in Brasilien auf: Aber wissen nicht, dass jeder dadurch entstehende Job eine gesicherte Existenz in den verarmten, ländlichen Regionen des Landes bedeutet. Menschen, die die Welt nicht kennen, aber zu wissen glauben, wie sie zu funktionieren hat, sind eine gefährliche Sorte.  Denn wer denkt, dass das, was in Kreuzberg klappt, Modell für alle sein könnte, hat zwar keine Ahnung – aber durchaus eine Zukunft in Politik und Medien. 

Die anderen Länder können froh sein, dass wir mit unserer Hypermoral bisher fast nur uns selbst schaden. Fortschritt ist in Deutschland zum Erliegen gekommen. Wir haben Heere an selbstgekürten Moralbeauftragten, die gewissenhaft prüfen, ob auch alles nach ihren Moralvorstellungen einwandfrei ist: Und sie finden immer etwas, garantiert. Ob das nicht mehr ganz so gemeinnützige Bündnis „Attac“, die „Deutsche Umwelthilfe“ oder zahlreiche öffentlich-rechtliche Haltungsjournalisten wie Anja Reschke. Multinationale Unternehmen wollen in Deutschland Standorte aufbauen? Geht gar nicht! 

Als z.B. Google, so  ein böser multinationaler Großkonzern, einen „Startup-Campus“ in Berlin-Kreuzberg eröffnen wollte, protestierten grüne Anwohner:  Sie befürchteten „Gentrifizierung“ durch den Campus. Die Proteste hatten erfolg: Google gab auf. Einen Campus wird es in der Bundeshauptstadt nicht geben. Und damit verlor Berlin ein Projekt, welches für die Entwicklung der Stadt als ein Wirtschafts-und Innovationszentrum auf europäischer oder gar globaler Ebene sehr hilfreich hätte sein können.  Stattdessen weichen wirtschaftlicher und technologischer Fortschritt  den Gefühlen der grünen Kreuzberger. Die grüne „Gentrifizierungsrhetorik“ hat den Fortschritt und das Wachstum erschlagen. So läuft es mittlerweile in ganz Deutschland. Wir stellen schon lange nicht mehr die Frage, wie wir Wohlstand schaffen: Nur, wie wir ihn gerecht verteilen. Wenn die Rot-Rot-Grüne Regierung in Berlin über Mietpreisbremsen und Enteignungen philosophiert, um die Wohnungsnot zu bekämpfen, und Wohnungsbauer gleichzeitig als böse Raubtierkapitalisten sieht, dann sind marode Wohnungen vielleicht nicht der einzige Ort, wo ein Dachschaden vorliegt. 

Wir sprechen nur noch über Verteilung, schaffen uns 20 Ethikräte, die alles am besten zweimal kritisch besprechen: Wir diskutieren so lange darüber, wie man etwas nicht macht, dass wir vergessen, dass man es machen sollte.  Doch echten Fortschritt schafft kein Beamter, keine Ethikkommission und schon gar kein grüner Moralprediger: Zukunft wird aus Mut gemacht, haben die Grünen im Wahlkampf 2017 plakatiert. Seltsam, wie Recht sie hatten. Doch diesen Mut haben die Grünen nicht. Wir brauchen mehr Mut zum Fortschritt und weniger Moralapostel. Deutschland war einst das Land von Röntgen, Daimler, Koch und vielen weiteren Forschern, Erfindern und Pionieren, die tatsächlich Zukunft aus Mut machten. Heute ist Deutschland ein Land von Kritikern und abgehobenen Moralisten. Die linken Moralprediger haben eine Tyrannei der verordneten Werte erschaffen. Moral bildet die Basis jeder neulinken Argumentation: Fakten werden ignoriert oder zu „Hassfakten“ erklärt. In ungebremster moralischer Empörung werden andere Meinungen degradiert. So geben wir auch den Kern einer Demokratie – den offenen Diskurs – im Namen der totalen Moral auf.  

Eine Gesellschaft, der es zu lange zu gut geht, verfällt in Dekadenz. Und so geht es auch der deutschen und vielen westlichen Gesellschaften. In unserem moralistischen Wahn kümmern wir uns um alles – nur nicht um Bewahrung unseres Wohlstandes und Fortschritt. Wahrscheinlich brauchen wir erst eine massive Erschütterung unserer Wohlstandsblase, um wieder in die Realität zurückzukommen. 

7 Antworten

  1. Peter Appel sagt:

    Super-Kommentar!
    Diese „spätrömische“ Dekadenz hatte bereits Guido Westerwelle benannt und wurde dafür geprügelt.
    Leider kam es seitdem noch schlimmer. Wahrscheinlich und leider haben Sie recht, dass erst ein massiver Einbruch unseres Wohlstandes zu einer Rückkehr zur Vernunft führen wird.

  2. Klaus sagt:

    Erstklassiger Kommentar, der Hoffnung macht, das man selber nicht der einzig normal denkende ist. Aber wie hier schon angemerkt, sind die, die sich für die Guten halten nur ein Teil der Bevölkerung.
    Zwei Anmerkungen noch: Zur Gentrifizierung, der Teil der sich jetzt aufregt, hatte vor einigen Jahren kein Problem damit die Einheimischen zu verdrängen. Nur jetzt wo sie selber betroffen sind, ist es böse.
    Und zur den Billigjob in Bangladesch, ein Land was seine Bevölkerung in reichlich 50 Jahren vervierfacht hat, ist halt auf jeden noch so schmutzigen Job angewiesen. Es macht halt einen Unterschied ob ein Land 40 Millionen oder 160 Millionen Menschen zu füttern hat bzw. ihnen die Möglichkeit zu geben mit ihrer Hände Arbeit ein Auskommen zu haben.

    Fazit: Dieses Land hat fertig und wird den westlichen Teil Europas mit in den Abgrund ziehen.

  3. Arthur Dent sagt:

    Guter Artikel, bis auf einen Punkt: Es waren nicht „die Deutschen“, sondern nur ein lautstarker Teil der Deutschen, Es gibt auch einen nicht zu kleinen Teil, der ganz anders denkt. Nur dieser Teil hat weder die Mainstreammedien hinter sich, noch Zeit und Lust genauso lautstark aufzutreten.

  4. Daniel sagt:

    Ein hervorragender Artikel! – Ich bin froh das junge Menschen so differenziert denken und schreiben. Um ehrlich zu sein war ich nicht mehr sicher ob ich, oder die Welt den Verstand verloren hat.
    Dieser Text sollte an Schulen ausgehangen werden. Bravo!

  5. moneypenny sagt:

    Wow, was für ein kompakter und kluger Artikel! ABER: Ich kann mir nicht helfen, ich kann im Hyper-Moralistentum einfach kein ausschließlich deutsches Phänomen erkennen. Hört man z. B. Leute davon erzählen, wie es an den amerikanischen Universitäten derzeit aussieht, dann scheinen uns die da locker zu toppen… Bzgl. der Migrationspolitik haben Schweden, Belgien, England und Frankreich ja gelinde gesagt auch ein Problem mit ausuferndem Gutmenschtum. Auch die Chinesen wissen besser als der Rest der Welt, was gut ist. Etc. Die Theorie von der deutschen Hybris ist zugegebenermaßen verlockend, lässt sich aber m. E. bei genauerer Betrachtung einfach nicht halten. Auch anderswo wird und wurde die Freiheit aufgrund von moralisch angeblich höherstehenden Zielen massiv eingeschränkt, und immer erklären sich die Unterdrücker zu besseren Menschen – das zieht sich durch alle Zeiten und Kontinente.
    Also leider nicht mal darin sind wir Deutschen Weltmeister – sorry!

  6. Misis sagt:

    Wirklich du den Punkt gebracht! Max Roland, Sie sprechen mir aus der Seele!

  1. 16. März 2019

    […] über Die deutsche Hypermoral – und wie sie uns selbst schadet — Apollo News […]