Die „Alt-Right“ in den USA und wie sie das Werk der Linksradikalen vollstreckt

Von Sebastian Thormann | Seit vielen Jahren veranstalten konservative Studentengruppen an verschiedenen US-Universitäten Vortragsreihen bekannter republikanischer Politiker und Kommentatoren aus dem Umfeld der republikanischen Partei. Dabei gab es immer wieder teilweise gewalttätige linke Gegendemonstrationen, die dazu führten, dass einige Veranstaltungen unter massiven Polizeischutz stattfanden oder von den Universitäten abgesagt wurden.

In letzter Zeit gab es aber immer wieder Vorfälle in denen Anhänger der sogenannten Alt-Right auf solchen Events aufgetaucht sind und versuchten diese zu stören oder in vorformulierten Fragen republikanische Abgeordnete wie Dan Crenshaw oder Aktivisten und Kommentatoren wie Charlie Kirk als “fake conservatives” anzugreifen und ihnen eine besondere Loyalität zu Israel vorzuwerfen – insbesondere dem jüdischen Konservativen Ben Shapiro und den Mitarbeitern seiner Website The Daily Wire.

Diese Trolle nutzen als Symbol, ähnlich wie die Alt-Right früher schon, einen grünen Frosch – Pepe the Frog. Der Cartoonfrosch ist 2016 zum Symbol der konservativ-rechten Gegenbewegung im Internet geworden. Der einzige Unterschied? Pepe ist jetzt übergewichtig – wieso auch immer. Anstatt sich aber selbst “Alt-Right” zu nennen versuchen sie US-Präsident Trumps Motto “America First” in Beschlag zu nehmen und nennen sich “America First-Nationalisten”. Linke Medien stellen dieses Klientel oft als Trumps Hauptwählerschaft dar und machen so Stimmung gegen den Präsidenten. Doch während republikanische Abgeordnete und der Präsident illegale Migration ablehnen, aber gesteuerte legale Einwanderung mit Assimilation in die US-Gesellschaft befürworten, will die Alt-Right bestimmte Einwanderer aufgrund ihrer Hautfarbe oder Ethnie auszuschließen.

Als ihr “intellektuelles Vorbild” sehen sie Nick Fuentes, der mal den Holocaust leugnete, Rassentrennung lobte, wie ein Verrückter mit einer Messer in seinen Videos herumfuchtelt und seinen Gegnern droht, Mitarbeiter Shapiros als “Rassenverräter” die “für Juden arbeiten” bezeichnet, oder erklärt, er würde der Antifa beitreten, wenn sie doch das Banner Mussolinis tragen würden. (Mehr hier)

Diese Ideologie hat mit den freiheitlichen Werten Amerikas wenig zu tun und im Übrigen auch nichts mit amerikanischen Konservativen, die für diese Spinner immer wieder in Geiselhaft genommen werden. Statt so wenig Einmischung des Staates wie möglich, wollen die Alt-Right-Leute ihre kollektivistische Agenda gegen individuelle Freiheit durchsetzen. Ähnlich wie linke “identity politics” will sich die Alt-Right speziell für eine bestimmte ethnische Gruppe einsetzen, statt wie die meisten Konservativen in den USA für Bürger ohne Rücksicht auf Hautfarbe oder Ethnie. Genau wie große Teile der Linken ist sie anti-israelisch außerdem verbreitet sie antisemitische Verschwörungstheorien. Das alles läuft den zentralen US-amerikanischen Werten zuwider, die bereits in der Unabhängigkeitserklärung formuliert wurden: “Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet wurden, darunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. “

5 Antworten

  1. dasLinkeParadox sagt:

    Ist doch hier ähnlich. Diese „Rechtsgestern“ Wittern Morgenluft und heften sich wie Parasiten an die Bürgerbewegung der Vernunft und versuchen diese sukzessive zu unterwandern.
    Und wer sich davon distanziert ist ein Spalter. Die Opferinszenierung beherrschen sie fast so gekonnt wie die Muslime und Schneeflocken.

    Uns bleibt nichts weiter als uns immer wieder klipp und klar und nach Möglichkeit lautstark von solchen Akteuren zu distanzieren.
    Feinde der Freiheit können niemals unsere Verbündeten sein. Es spielt keine Rolle, ob diese nun von rechts, links oder religiös-motiviert kommen. Am Ende, ists alles die gleiche anti-liberale Sosse!

    Ps: ich hege starke Sympathien für den AKTIONISMUS der IB. Aber ihre krypto-sozialistische, anti-freiheitliche und hinter der Parfürmwolke doch ziemlich rassische… Grundeinstellung lehne ich kategorisch ab. Nichts weiter als ein ultramodern verpacktes Blendwerk eines inhaltlich reinrassigen Vorgesterns!

  2. Marc sagt:

    Das ist das Problem, wenn man wie ich Rechts ist, aber eben nicht Rechtsradikal oder Rechtsextrem. Man wird im absurden „Kampf gegen Rechts*innen“ absichtlich in einen Topf geworfen, da die normalen, legitimen Rechten die absolute Mehrheit stellen und so auf einen Schlag diffamiert werden können. Bei den Rechts-Aussen-Leuten ist auch ein Merkmal, dass sie klar mehr Staat wollen, so wie die Linken auch, dass sie gegen Amerika und Israel sind, so wie die Linken auch, aber als Garnitur doch sehr Putin-Russland freundlich sind.
    Meine Empfehlung: Wenn jemand Rechts ist, dann bitte das auch laut und deutlich artikulieren und sich nicht hinter Begriffen wie Konservativ, Bürgerlich usw. verstecken. Dann sehen die Leute auch, dass ein Rechter ein völlig normaler Mensch ist.
    Meine Definition von Rechts: Kapitalismus, wenig Staat, viel Freiheit, Demokratie und freie Meinungsäusserung, keine Vorteile für niemanden, auch keine Nachteile. Merke: Je grösser der Staat, desto kleiner der Bürger.

  3. Bennet Jäger sagt:

    Ich denke, die amerikanische Rechts-Konservative ist starkgenug, um auch diese Angriffe zu überleben. Zwischen Israel und echte Konservative passt kein Blattt.

  4. karlchen sagt:

    Oh Mann, warum gibt es nur so viele Spinner auf der Welt? Zum Mäusemelken….!