Der unschuldige Killer und das posthum-verständnisvolle Mordopfer

Von Elisa David | Vergangene Woche wurde ein achtjähriger Junge und seine Mutter am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen ICE „geschubst“, das Kind kam dabei ums Leben, bei dem Täter handelt es sich um einen 40-jährigen Eritreer – soviel dürfte nun so ziemlich jeder mitbekommen haben. Wenn man sich näher mit dem Fall auseinandersetzt, kann man noch so einiges mehr herausfinden – zum Beispiel, dass der Täter eigentlich in der Schweiz wohnt, dass er auf der Flucht war, nachdem er in der Schweiz eine Frau attackiert hat und dass sein Arzt ihm zuvor Verfolgungswahn medizinisch diagnostiziert hatte.

Über die Opfer weiß man kaum etwas, weder wie sie heißen, noch in welchem Zustand die Mutter ist, nichts. Dafür wird uns die Leidensgeschichte des Täters vorgebetet – was sollen wir mit diesen Informationen? Was interessiert es den Leser, dass scheinbar so ziemlich jeder gewalttätige Migrant, von dem in den vergangenen Jahren berichtet wurde, schon in zig anderen Ländern aufgefallen ist und eh schon in psychiatrischer Behandlung war? April, April, wir wussten es schon vorher, hauen die ganze Geschichte aber erst raus, wenn ein kleines unschuldiges Kind stirbt?
Wenn keine Lehre daraus gezogen wird und es nicht zu Konsequenzen kommt, bringt uns das rein garnichts, außer Angst. Angst, dass man in diesem Land nicht mehr sicher ist, obwohl so ziemlich alle Parteien das Wort „Sicherheit“ auf ihre Wahlplakate geklascht haben. 

Die Gesellschaft ist schuld

Niemand wacht eines Morgens auf und entschließt sich dazu, heute mal willkürlich einen Grundschüler zu ermorden. Es gibt wohl kaum etwas hilfloseres in unser Gesellschaft als ein Kind und wer würde auch nur auf den Gedanken kommen, diesem etwas so hinterhältiges und feiges anzutun. Normal war auch unser Täter nicht, der den Verfolgungswahn schwarz auf weiß bescheinigt bekommen hat.  Ein Freund des Verdächtigen soll über ihn ausgesagt haben, dass er sich einbildete, dass fremde Leute über ihn reden würden. Wegen dieser Paranoia habe er ihn zum Arzt geschickt. Aber das kann doch bei weitem noch nicht alles gewesen sein. Ich wage einfach mal zu behaupten, dass der Weg von: „Oh, ich glaub die reden über mich!“, zu: „Heute ermorde ich mal Kinder!“ ein doch hoffentlich weiter ist.

Also warum hat niemand eingegriffen, als klar wurde, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Die Kuschelstunde beim Psychiater hat ja offensichtlich herzlich wenig gebracht. Warum fährt man ganz zufällig von einem Land, in dem alle Haltestellen mit Glasscheiben versehen sind, die eben solche Taten unmöglich machen, in ein Land, dass diese Schutzvorrichtungen nicht hat? Wie kann es sein, dass jemand, dem Zugpassagiere nach eigener Aussage Angst machen, mit dem Zug fährt?

Nichts hat mit nichts zu tun

Diese Frage stellte sich auch die Pfarrerin Jutta Jekel, die den Trauergottesdienst für den Jungen abhielt. Sie erklärte, sie würde auch den Täter in ihre Gebete einschließen und sie würde sich fragen welche Traumata der Arme schon erlitten haben muss, um zu so etwas fähig zu sein. Außerdem warnte sie davor, den Todesfall für rechte Hetze zu missbrauchen. Ähnlich äußerte sich auch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann, der gleich klarstellte, dass bei den Helfern und „Helden der Stadt“ ja auch Ausländer dabei sind. Ausländer gibt es überall und Verrückte gibt es auch überall, was soll die Politik da schon machen. Nichts hat eben mit nichts zu tun (wobei ich damit keinen Zusammenhang zwischen nichts und nichts herstellen wollte).

Außerdem hätte es das Opfer bestimmt auch nicht gewollt, dass die Tat fremdenfeindlich missbraucht wird. Bitte was? Ein kleiner Junge, der jetzt in die dritte Klasse gekommen wäre. Er wollte nicht, dass sein Tod verharmlost, oder politisch relativiert wird. Er war erst acht Jahre alt, was er wollte, ist Astronaut oder Feuerwehrmann werden. Vielleicht stand bei ihm ein Fußballspiel an, oder er wollte seiner Oma das Legoschiff zeigen, dass er ganz allein gebaut hat. Er wollte einfach leben und dass er das nicht mehr kann, ist die Schuld jedes Einzelnen, der nichts gegen den Mörder getan hat, obwohl er es gekonnt hätte.

10 Antworten

  1. Enrico sagt:

    Aber Hallo, was soll dieser hetzerische Artikel. Wo bitte schön sind Bahnhöfe in der Schweiz in irgend einer Art anders gesichert als in Deutschland?
    Der Mann war anerkannter Flüchtling mit einer Aufenthaltsbewilligung wie das tausende von Deutschen auch haben in der Schweiz.
    Wollt ihr alle Menschenmit einer psychen Erkrankung einsperren, oder wie wollt ihr das Problem lösen? Ausser fremdenfeindlichen Äusserungen lese ich nichts in diesem Bericht.

  2. Hans sagt:

    die kuschelstunde beim psychiater ist oft bedingt durch den juristischen trend, dass unsere gesellschaft mehr verrücktheit zu akzeptieren hat, weil die individuelle freiheit mehr und mehr vorgeht. das hat dann eben auch so manche schattenseite.

  3. erschreckend ist die Kälte insbesondere der Grünen und der Linken und auch Teile der grün-linken Medien, die ihren Hass auf alles Deutsche menschenverachtend in die Welt posaunen und kein Wort des Entsetzens und der Wut und der Trauer über die schreckliche Ermordung von Oskar hervorbringen können, in ihrem politischen Wahn, dass all dies nur rechts sein kann und rechts ist nunmal das alleinige Böse in der Welt. Auf diesem primitiven Niveau wird gedacht und gehandelt. Es gibt keine psychische Erkrankung, die eine solche kaltblütige Mordtat gegen ein Kind generiert. Ein Kind ist nie schuldig. Wenn das hier mühsam im Rahmen des umfassenden und mit allen Mitteln medial generierten Täterschutzes behauptet wird, dann muss man den Hausarzt des Mörders anzeigen wegen fahrlässiger Tötung, denn dann hätte der Mörder unmittelbar in eine geschlossene Psychiatrie gehört wegen Gefahr für das eigene Leben und das Leben anderer. Unglaublich wie menschenverachtend auch die Pfarrerin ist, die diese Worte, wenn sie denn gesprochen wurden, der Mutter von Oskar kaltherzig entgegenschleudert, einer Mutter, deren Leben in wenigen Sekunden mit zerstört wurde und zwar lebenslänglich. Oskar hat kein Gesicht. Warum nicht?

    • nordseeschwalbe sagt:

      Woher wissen Sie, dass das Kind Oskar hieß?

    • Enrico sagt:

      Ich habe auch von linken und grünen Politikern Trauer über diese Tat gehört, Vielleicht sollten sie sich aus der Filterblase ihrer Informationen begeben um sich zu informieren.

      „Es gibt keine psychische Erkrankung, die eine solche kaltblütige Mordtat gegen ein Kind generiert.“ Und sie sind auf welchem Gebiet Experte, dass sie dies mit solcher Sicherheit bestimmen können ?

      „Ein Kind ist nie schuldig.“ Niemand hat in diesem Fall das Kind als schuldig bezeichnet. Grundsätzlich können natürlich auch Kinder Täter sein und desshalb natürlich auch schuldig.

      „dann muss man den Hausarzt des Mörders anzeigen wegen fahrlässiger Tötung, denn dann hätte der Mörder unmittelbar in eine geschlossene Psychiatrie gehört „, wenn sie alle psychisch Kranken Menschen internieren möchten, dann müssten sie wohl ganz Europa überdachen.

      • Gerhard sagt:

        Offenbar haben Sie nicht verstanden, dass es hier um die Ermordung eines Kindes geht. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle welche Hautfarbe oder welcher Rasse der Täter angehört. Genausowenig hat nach meiner Ansicht bei so einer Tat eine psychische Erkrankung eine Relevanz. Mörder sind geisteskranke Irre die auf jeden Fall aus der Gesellschaft entfernt werden müssen, und zwar ohne jede Rehabilitationsmöglichkeit. Es ist empörend und menschenverachtend, solche Täter wie auch immer geartet in Schutz zu nehmen. Stellen Sie sich einfach einmal vor, Sie wären selbst von so einer Tat betroffen. Würden Sie dann den gleichen Unfug von sich geben?
        Und für alle verblendeten linken Schwätzer: Die Berichterstattung über den Mord an einem Kind und der Abschäulichkeit der Tat hat absolut nichts mit rechter Hetze zu tun.

        • Enrico sagt:

          Oh doch, ich habe sehr wohl verstanden um was es geht und denke, dass ich dies auch sehr detailliert kommentiert habe.
          Mit ihrer Aussage, dass jemand aus der Gesellschaft entfernt gehört, disqualifizieren sie sich selbst als Schwätzer welcher Ausrichtung auch immer. Es geht bei diesem Mord eben auch nicht um eine politische Ausrichtung. Würde sachlich berichtet und nicht Lügen verbreitet – wie zum Beispiel dass die Bahnhöfe in der Schweiz anders gesichert seien als in Deutschland – dann wäre es auch keine rechte Hetze.
          Im Bericht steht “ Warum fährt man ganz zufällig von einem Land, in dem alle Haltestellen mit Glasscheiben versehen sind, die eben solche Taten unmöglich machen, in ein Land, dass diese Schutzvorrichtungen nicht hat?“ und das ist schlicht eine Lüge wenn man sich die Bahnhöfe in der Schweiz ansieht.

  4. dasLinkeParadox sagt:

    Wer die Opfer von Migrantengewalt benennt ist ein rechter Hetzer und instrumentalisiert die Taten von „Verrückten“. Wer die Amok-Toten in fernen Ländern genüsslich über den Bildschirm breit tretet und dabei dem Landesoberhaupt die Hauptschuld andichted, erfüllt seine journalistische Sorgfaltspflicht, den Bürger allumfassend und neutral ohne komplett wertungsfrei zu informieren!

  1. 6. August 2019

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  2. 6. August 2019

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