Der „Islamische Staat“ – das letzte Aufleben?

Von ADRIÁN | Vor einigen Tagen ereignete sich ein Überraschungsangriff der quasi totgeglaubten Terrormiliz „Islamischer Staat“ (im folgenden mit IS benannt). Er eroberte dabei das Viertel Qadam in der Nähe der Syrischen Hauptstadt Damaskus. 36 Menschen kamen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge ums Leben.

In den vergangenen Monaten wurde der IS immer wieder für fast besiegt erklärt. Dazu wurde immer wieder vom „sterbenden Tier“, das sich „zum letzten Mal aufbäumt“ gesprochen. Laut der Theorie müsste der IS dann aber auch seine über Europa verteilten Terroristen zum Einsatz bewegen, quasi wie ein angeschossener Selbstmordattentäter, der kurz vor seinem Tod noch seinen Sprenggürtel zündet, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Fest steht, dass das Gebiet, was noch vom IS kontrolliert wird, verschwindend gering ist. Aber: es wurden auch Sammelbewegungen beobachtet. Man mutmaßt, dass der IS sich neu formieren wolle, um eventuell noch ein zweites Mal einen verbrecherischen Feldzug in Syrien und dem Irak zu starten. Problematisch ist hier auch die Situation der Kurden, der Hauptmacht gegen den IS, die ja gerade von mehreren Seiten aus unter Feuer stehen. Man kann nur abwarten und hoffen, dass der Westen weiterhin mithilft, den IS zurückzudrängen. Von türkischer und syrischer Seite aus ist hingegen weniger zu erwarten, jetzt, wo die Türkei mit ihrem Feldzug gegen die Befreier Syriens und des Iraks beschäftigt ist.

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