“Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ – nein, das tut er auch nicht

Von MAX ZIMMER | Für eine Empörungswelle sorgte jüngst der neue Innenminister Horst Seehofer, indem er sagte, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.
Dass er damit die Wut derer auf sich zieht, die sich für “multikulturelle Bereicherung“ stark machen, war wohl abzusehen.
Aber schon sehr grotesk ist es, dass diese an sich ziemlich harmlose Aussage (sollte sie nicht von rechter Seite für die eigene Agenda instrumentalisiert werden) bundesweit auf eine dermaßen große Aufmerksamkeit traf, und sogar für ein “News Spezial“ des Nachrichten Senders N-TV gereicht zu haben scheint.

Deutschland ist ein laizistischer Staat. Der Staat und die Kirche, genau so wie jedes andere Gotteshaus, sind voneinander zu trennen. Das mag bei der dauerregierenden “Christlich demokratischen Union“ zwar schwer vorstellbar sein, steht aber so im Grundgesetz.
Wieso also sollte man dieses Land mit irgendeiner Religion, die angeblich “zu Deutschland gehörig“ ist, in Verbindung bringen?
Und warum gerade mit dem Islam?
Zwar ist der Islam die zweitgrößte religiöse Gruppe in Deutschland, mit stetigem Wachstum.
Doch ist der Islam auch gleichzeitig die illiberalste Religion, die man sich auf der Welt des 21. Jahrhunderts vorstellen kann.
Keine andere Ideologie (außer dem Sozialismus vielleicht) hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten für so viele Tote, Terror und Unterdrückung gesorgt.
Ob in den islamischen Regimen in Saudi-Arabien oder dem Iran, durch öffentliche Sharia Gesetze in Pakistan oder durch autoritäre Terrorgruppen wie dem “Islamischen Staat“, Al-Qaida, Boko Haram oder der Taliban, der Islam und seine Schriften im Koran sind eine mittelalterliche Religion, die im Gegensatz zum Christentum (noch) keine Reformation und Phase der Aufklärung erlebt hat, sprich noch nicht kastriert wurde.
Das moderne Christentum ist so dermaßen von seiner ursprünglichen Form abgeändert worden, dass von diesem keine Gefahr mehr ausgeht, anders als zur Zeit des “dunklen Mittelalters“, den Kreuzzügen und der spanischen Inquisition.
Der überwiegende Teil der Muslime hingegen bezieht sich noch immer auf die ursprünglichen Lehrern des Propheten Mohammed und der Moral seines Kalifats.
So ist es nicht verwunderlich, dass noch immer Homosexuelle im Mittleren Osten bestialisch für ihre “Sünden“ bestraft, und Frauen die ihre gesteinigt werden.

Ja, das Grundgesetz garantiert (zum Glück) Religionsfreiheit.
Aber es garantiert eben auch, dass keine Religion Anspruch auf eine politische Ausrichtung hat.
Und das zählt eben auch für Minderheiten.
Denn die größte (nicht) Glaubensgruppe in Deutschland stellen immer noch die Atheisten.
Somit gehört keine Religion explizit zu oder nicht zu Deutschland.
Jeder hat das Recht, friedlich im privaten seinen Glauben zu leben.
Aber dies ist keine Angelegenheit öffentlicher bzw. politischer Debatten.

1 Antwort

  1. Johannes Brenner sagt:

    Rassismus? Oder eine (berechtigte) Sorge von 70% der deutschen, die von Seehofer offen gesagt wird?