Denn sie wissen nicht, was sie tun

Von MAX ZIMMER | In den USA ist es wieder so weit – tausende Menschen demonstrieren gegen ihr verfassungsmäßiges Recht, Waffen besitzen zu dürfen.
Mal wieder betteln Amerikaner ihre Regierung an, sie doch bitte endlich zu entwaffnen und sich ihrer vollmächtig anzunehmen.
Die verfassungsfeindliche Bewegung zieht diesmal alle Register.

Beim “March for our lives“ haben sich in Washington D.C. hunderttausende Menschen, darunter auch viele Schüler, vor dem Kapitol versammelt, um gegen die liberalen Waffengesetze und die angebliche “Lobby“ NRA (National Rifle Association) zu protestieren.
Sogar das Time Magazine widmete den Initiatoren, einer Gruppe Schüler der High School in Florida, in der es zuletzt 17 Tote bei einem Amoklauf (mit einer illegalen Waffe) gab, ihr Cover.
Beim March for our lives wurden wie erwartet wieder hoch emotionale Reden geschwungen, die alle Verteidiger des zweiten Verfassungszusatzes mit der irrationalen und unsachlichen Tränenrhetorik mundtot machen sollen.
Sogar die 9-jährige Enkelin von Martin Luther King, ausgerechnet des wohl größten Bürgerrechtlers der US-Geschichte, wird zur Stimmungsmache gegen ein Bürgerrecht instrumentalisiert.

Um die Wichtigkeit des 2. Verfassungszusatzes, des 2nd Amendment zu verstehen, muss man ins Jahr 1776 zurück.
Die Amerikaner haben gerade ihre Unabhängigkeit erklärt und führen einen Krieg gegen die britischen Kolonialisten.
Nachdem sie diesen 1783 offiziell gewonnen haben, wird an der Verfassung gearbeitet und diese ratifiziert.
Die ersten Zehn Zusatzartikel formulieren die grundlegenden Rechte der Bürger, darunter Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Schutz vor staatlicher Willkür, Recht auf einen fairen Prozess, Föderalismus sowie, bereits im zweiten Artikel festgelegt:
“The right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed.“
Zu deutsch:
“das Recht der Bürger, Waffen zu besitzen und zu tragen, darf nicht beeinträchtigt werden“.
Die Tatsache, dass diesem Recht nicht der 7, 8 oder 9 Artikel, nein, der zweite Verfassungszusatz gewidmet ist, verdeutlicht das Bewusstsein der Gründerväter über die Tatsache, dass ein freies Land nur eines ist, indem die Bürger bewaffnet und in der Lage sind, sich gegen jeden Feind zu wehren. Egal ob “foreign or domestic“ (ausländisch oder inländisch).

Und tatsächlich: Tyrannen haben in der Vergangenheit immer erst die Bevölkerung entwaffnet, um diese beherrschen zu können.
So hat einer der Gründerväter, James Madison z.B. gesagt:
“Unterdrücker können nur tyrannisieren, wenn sie über eine stehende Armee, eine gesteuerte Presse und eine entwaffnete Bevölkerung verfügen“.
Ein weiteres Zitat, diesmal aus dem amerikanischen Volksmund, weiß:
“Wenn alle Waffen verboten, alle Wörter zensiert, die komplette Geschichte getilgt und alle Freiheiten genommen wurden, erst dann wirst du erkennen, warum unser Recht Waffen, zu besitzen, so weit oben auf der Liste stand“.

Aber dennoch: Die autoritäre, polizeistaatliche und antifreiheitliche Agenda, die die Gegner der Bürgerrechte pushen, schreitet und tritt immer lauter um sich, polarisiert, denunziert und emotionalisiert, was das Zeug hält.
Denn es ist ja nicht so, als hätte Amerika bereits genug Probleme in der Regierung.
Nein, besonders wichtig ist, dass man jetzt zuerst das Volk entwaffnet.
Wie stellen sich die “anti gun“ protestors das eigentlich vor? Wie wollen sie die Bürger entwaffnen? Durch friedliches Bitten?
Nein. Es wird schwer bewaffnete Polizeitrupps geben müssen, die in ganz Amerika von Haus zu Haus ziehen und die Waffen der Zivilbevölkerung einsammeln.
Denn wo wären diese denn bitte besser aufgehoben, als in den Händen des Staates und der Regierung?

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