4. Juli: Heute sollten nicht nur Amerikaner feiern

Von MAX ZIMMER | Heute vor 243 Jahren wurde in Philadelphia das vielleicht beste Land der Welt gegründet. Mit der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten erblickte eine Nation das Licht der Welt, die auf der Idee individueller Freiheit, begrenzter staatlicher Macht, und freier Entfaltung von Menschen fußte. 

Die Vereinigten Staaten waren die erste Republik, in der Menschen- und Bürgerrechte definiert, und mit den Idealen der Aufklärung ein moderner, demokratischer Rechtsstaat geschaffen wurde. Mit den USA wurde – zumindest auf dem Papier – ein Land geschaffen, in dem jedermann gleich an Rechten und Pflichten ist, und in dem nicht die Herkunft, sondern der Charakter eines Menschen entscheidet. Zwar wurden diese Ideale nicht von Anfang an perfekt umgesetzt, aber mit der Zeit haben sich diese uramerikanischen Ideen durchgesetzt. 

Amerika war von Anfang an die “neue Welt“, trotz ihre Makel ein Leuchtfeuer der Freiheit. Während um ihr herum Europa erst langsam den Weg in die liberale Epoche fand, von Kriegen und Tyrannei geschunden wurde, stand Amerika stets als Stützpfeiler der Freiheit dar. Als Hafen für politische Flüchtlinge in der Zeit des Nationalsozialismus und Kommunismus, als Verteidiger Europas in den dunkelsten Stunden. So stark die Welt in den letzten 243 Jahren auch bebte, Diktatoren kamen und gingen, Kriege tobten und Krisen folgten, wurde die Standhaftigkeit der amerikanischen Verfassung niemals ernst geschädigt. 

Mit der Zunahme der wirtschaftlichen Stärke Amerikas und der damit einhergehenden Verantwortung nahmen auch seine Feinde zu. Bis heute halten sich die USA,  ihre Gesellschaft, Kultur, Bevölkerung und Politik noch immer als ein überzeichnetes Feindbild, das den Schuldigen für Krisen und Kriege stets in Washington ausmacht. Antiamerikanismus ist in vielen Kreisen bis hinein in das Bürgertum eine weit verbreitete Geisteshaltung. Dass auch in Amerika nicht alles goldig ist, weiß jeder, und das behauptet auch keiner.  Wer aber ständig jeden Anlass nutzt, um gegen “die Amis“ zu wettern, ihnen böses zu unterstellen, ihre Kultur und ihr Wesen zu diskreditieren, der ist Antiamerikaner. Und Antiamerikanismus ist eine  Geisteshaltung, die gerade für uns deutsche unangebracht ist. 

Denn zum heutigen Tag lässt sich sagen:  Wir können von Glück reden, ein Land wie die Vereinigten Staaten auf diesem Planeten zu haben. Ob Filme, Musik, Kunst, Literatur, Wissenschaft, Technik, Essen, Städte, Autos oder Menschen – am Ende haben wir Amerika auch unsere Freiheit als Bundesrepublik Deutschland zu verdanken. Von daher ist der 4. Juli nicht nur für die Amerikaner ein Tag zum feiern, sondern für die gesamte freie, westliche Welt. Happy Birthday, America!

3 Antworten

  1. Marc Greiner sagt:

    Sehr schöner Artikel. Meine Sehnsucht für Amerika ist seit meiner Jugend immer noch intakt, auch wenn ich heute natürlich auch die Probleme sehe. Die Probleme gleichen sich denen, die wir in (west-)Europa auch haben: Selbsthass. Anstatt sich weiter zu entwickeln wird alles schlecht gemacht.
    Kennt Ihr den Kanal PragerU? Dort hat es kurze 5-min Videos zu allen möglichen Themen. Hier ein passender Beitrag über die Probleme Amerikas, welche man auch 1:1 auf uns übertragen könnte: https://www.youtube.com/watch?v=JXbR3oADwaM
    (und hier der eigentliche Kanal: https://www.prageru.com/)

  2. moneypenny sagt:

    Die USA lösen anscheinend bei vielen Menschen große Minderwertigkeitsgefühle aus – die Einigkeit, die in linken, islamischen und leider auch vielen „neurechten“ Kreisen darüber herrscht, es hier mit einem bösen Imperium zu tun zu haben, bestürzt mich immer wieder aufs Neue.

  1. 4. Juli 2019

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