Cuba Libre? Die Ära Castro endet

Von MAX ROLAND | Ein Wechsel an der Spitze des Staates: Was in Kuba am besten ganz schnell und leise, ohne große Feiern und Plakate über die Bühne gehen soll, ist ein historischer Moment. Denn heute endet die Ära Castro. Nach 49 Jahren Fidel und 8 Jahren Raúl Castro hat letzterer bekanntgegeben, seine Ämter am heutigen Tage niederzulegen. Besteht also nach insgesamt 57 Jahren kommunistischer Terrorherrschaft in Kuba ein wenig Hoffnung auf ein „Cuba libre“, ein freies Kuba?

Zuerst muss das kubanische Parlament (welches eine einzige Fraktion hat, nämlich die der kommunistischen Partei) einen Nachfolger bestimmen. Laut der „süddeutschen Zeitung“ wird es wahrscheinlich Miguel Díaz-Canel, bisheriger Vize-Regierungschef und Mitglied des Politbüros. Er ist ein strammer Parteisoldat und war maßgeblich an der politischen Neutralisierung des Außenministers Roberto Robaina im Jahr 2002 beteiligt. Klingt eher nach Cuba, nicht ganz so Libre. Aber vielleicht haben wir auch den Gorbatschow der Karibik vor uns. Wollen wir es hoffen. Allerdings wird die Zukunft Kubas nicht in Havanna, sondern eher in Washington entschieden. Die USA haben letztendlich die Möglichkeit, Kuba den Weg zum Erfolg zu ebnen, indem sie z.B. das Wirtschaftsembargo aufheben. Was Obama bereits bei Raúl Castro in Ansätzen versuchte (Was zu dem schrecklichen Bild führte, dass der Anführer der freien Welt vor einer Che-Guevera-Statue stillstand), wird Trump aber nur tun, wenn Kuba klare Schritte weg von der sozialistischen Diktatur und hin zu einem freien, demokratischen Land macht. Also muss der neue Staatschef nun liefern. Mit dem Ende der Castro-Ära steht Kuba der Weg offen in Richtung Freiheit und Wohlstand. Sie können in den Mercedes einsteigen, der den Kapitalismus darstellt – oder sie bleiben auf dem längst toten Pferd sitzen, das Sozialismus heißt.

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