Couragiert mit Herz und Hand für den Fall der SPD

Von MAX ROLAND | Die GroKo, die dank des äußerst weitsichtigen und klugen Votum der SPD-Mitglieder nun kommt, hat sich auf die Fahnen geschrieben, die wirklich wichtigen Dinge im Land in Angriff zu nehmen. So steht die Gleichstellung von Männern und Frauen auf vielen Seiten des Koalitionsvertrags. Was wollen Frauen in Deutschland? Schutz vor Vergewaltigung? Kampf für die Anerkennung der Gleichberechtigung in allen Gesellschaftsgruppen? Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Kristin Rose-Möhring, Frauenbeauftragte im SPD-geführten Familienministerium, hat die wahren Wünsche und Nöte der Frauen erkannt: In einem Rundbrief an die Mitarbeiter des Ministeriums fordert sie, die Nationalhymne „gendergerecht“ umzuschreiben: So soll aus „Vaterland“ „Heimatland“ und aus „brüderlich mit Herz und Hand“ „couragiert mit Herz und Hand“ werden. Den Brief beendet sie „mit freundlich gegenderten Grüßen“.

Dass Ideologen nun den Rotstift an ein Jahrhunderte altes Stück wie die Nationalhymne setzen (Wenn man ganz leise ist, hört man, wie von Fallersleben sich nicht nur im Grabe umdreht, sondern schreiend im Grab rotiert), um eine angebliche Geschlechterungerechtigkeit auszumerzen, ist schlimm genug. Noch schlimmer ist: De Facto will es niemand. Die Mehrheit der Frauen wird bei der Nationalhymne nie ein Problem gesehen haben, eben weil es völlig hirnrissig wäre, aus „brüderlich“ (ein Synonym für „gemeinsam“ oder „vereint“) oder „Vaterland“ (Ein gängiger Begriff für das Heimatland) eine Diskriminierung herauszulesen. Frau Rose-Möhring jedoch folgt leuchtenden Beispielen wie Kanada, ein Land, welches sich unter Premierminister Justin Trudeau vollkommen im linken ideologischen Wahn befindet. So unterbrach Trudeau bei einem Gespräch mit Bürgern eine Fragestellerin, weil diese „Mankind“ sagte: Er bat sie, stattdessen das Wort „Peoplekind“ (was im übrigen so nicht einmal existiert) zu verwenden, denn dies wäre „more inclusive“. Das ist Politik im jahr 2018?

Man bekommt langsam den Eindruck, die SPD arbeite mit voller Kraft am Ziel eines einstelligen Wahlergebnisses und gleichzeitig am 20%-Ziel der AfD.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.