Chinas Ministerpräsident verspricht Deutschland weitere Marktöffnung

Von MAX ROLAND | Kanzlerin Merkel ist in Begleitung mehrerer Unternehmer nach China gereist. Chinas Ministerpräsident Li hat in diesem Rahmen weitere Marktöffnungen zugesagt. „Wir werden nicht aufhören mit der Öffnung“ sagte der Ministerpräsident. Konkret soll der Zugang zum chinesischen Markt für Versicherungen, Banken und weitere Finanzdienstleister vereinfacht werden. Kanzlerin Merkel betonte, gegenseitiger Marktzugang funktioniere nur unter gleichen Bedingungen: „Man braucht Kooperationsnetzwerke mit ähnlichen Standards“.  Als Voraussetzung für Kooperation in Bereich Industrie 4.0 nannte Merkel den Schutz von deutschen Unternehmen vor chinesischer Industriespionage. „Daten sind der Rohstoff der Zukunft.“

Angesichts der Wirtschaftspolitik Trumps scheinen Berlin und Peking aufeinander zuzugehen. Merkel und Li haben sich zu Freihandel und internationaler Kooperation bekannt, China will sogar explizit mit Deutschland kooperieren. Schmiedet sich hier ein neues Bündnis zwischen dem Reich der Mitte und der Mitte Europas? Meiner Meinung nach eher Unwahrscheinlich, aber: China ist der wichtigste Abnehmer deutscher Waren. Vor diesem Hintergrund und der Bedrohung, die Trump in Handelsfragen für beide darstellt, scheint eine vertiefte Kooperation nicht mehr ganz so unmöglich.