CDU-Bürgerschaftsabgeordneter demonstriert für Erdoğan

Turhal Özdal / by Foto AG Gymnasium Melle

Von AIR TUERKIS | Bremerhaven: Am Samstag dem 17. Februar demonstrierten rund 500 Menschen unter rot-weißem Meer aus türkischen Flaggen ihre Solidarität mit der „Operation Olivenzweig“, also dem Angriff türkischen Militärs auf die kurdische Region Afrin in Nordsyrien. Unter ihnen auch Bürgerschaftsabgeordneter Turhal Özdal (CDU vormals Grüne). Der imperialistische Angriffskrieg, dessen Ziele wohl einzig und allein der Ausbau der Türkei auf ein, bereits von Erdoğan proklamiertes, neues Osmanisches Reich und der erbarmungslose Kampf gegen die Kurden sind, ist für CDU-Politiker also etwas Positives, für das es sich auf die Straße zu gehen lohnt.

Wie das Verfassungsreferendum in der Türkei, über das man auch als in Deutschland lebender Türke abstimmen konnte, mit einem Ergebnis von 63,1% für Erdoğans antidemokratischen Antrag deutlich gezeigt hat, gibt es ein großes Problem mit türkischem Nationalismus in Deutschland. Vor allem CDU und SPD sind es, die davor zurückschrecken, sich von Erdogan abzugrenzen oder sich außenpolitisch die Finger schmutzig zu machen. Dieser neue Vorfall zeigt wieder: Für die Altparteien scheinen Stimmen von türkischen Migranten bereits so wichtig, dass man sich getrost außerhalb des ehrlichen und rechtschaffenen Umgangs mit einem Diktator bewegt!

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