Bundesverwaltungsgericht: Enteignung von Diesel-Fahrern zulässig

Von MARVIN WANK |
Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat heute entschieden, dass Städte Fahrverbote gegen Dieselfahrzeuge verhägen dürfen. Zuvor hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geklagt, weil in vielen Großstädten die Grenzwerte für Stickoxide überschritten immer wieder überschritten werden.

Nun könnte man meinen, die DUH tue der Bevölkerung etwas gutes, schließlich ist es doch zweifelsfrei erwiesen, dass besagte Stickoxide gesundheitsschädlich sind. Oder? Diesem Narrativ widersrpicht Prof. Dr. Dieter Köhler in den „Stuttgarter Nachrichten“. Köhlers Refernzen als Atemwegsexperte sind beeindruckend, er war fünf Jahre Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und fast 30 Jahre ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses Schmallenberg. Inzwischen ist er im Ruhestand.

Seiner Meinung nach sind die Effekte von Stickoxid auf den menschlischen Körper minimal. Zugrunde liegende Studien seien „Methodisch in Ordnung, werden aber falsch interpretiert“. Andere Faktoren wie Rauchen, Sport oder Alkohol seien um ein Vielfaches entscheidender für die Gesundheit der Atemwege.

Nun gibt es in der Wissenschaft immer wieder Auseinandersetzungen und Uneinigkeiten und sicherlich hat auch die Gegenseite relevante Argumente. Bei einer derartig unklaren Sachlage allerdings Fahrverbote zu erlauben, ist völlig überzogen und ist symptomatisch für die Politik der Dekadenz und Realitätsverweigerung, die seit einigen Jahren vorherrscht.

Denn die Mitglieder der Deutschen Umwelthilfe sind als Angehörige der Mittelschicht nicht zwingend auf einen funktionierenden Diesel angwiesen. Kaufen sie sich eben einen Benziner, was solls. Auch die Leipziger Richter haben sicherlich die Möglichkeit, auf ein weiterhin zulässiges Kraffahrzeug umzusteigen.
Was aber ist mit denen, die auf ihren alten Diesel angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen, sich aber kein neues Auto leisten können? Was ist mit den Handwerksbetrieben, deren Transporter oftmals Diesel sind? Ein Dieselfahrverbot kommt einer kalten Enteignung dieser Menschen gleich; Sie werden buchstäblich ihrer Existenzgrundlage beraubt. Diejenigen, die sich für Umweltschutz einsetzen, sind oft auch die, die vermeintlich für die Recht der Geringverdiener kämpfen. Und dann setzen sie solchen Schwachsinn durch? Heuchler!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.