Bremer Innensenator: Antisemitische Märchenstunde

Von MAX ROLAND | Während die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, die AfD als eine „Juden raus“ -Partei bezeichnet, verbreiten höchste Amtsträger Hetze gegen Israel, vom Rednerpult des Parlamentes. Die Stadt der „Bremer Stadtmusikanten“ bekommt ein neues Märchen erzählt. 

„Die Bremer Stadtmusikanten“ sind ein bekanntes Märchen und in Bremen sehr populär: Dank dem Innensenator hat die Hansestadt jetzt ein neues, nicht so harmloses Märchen erzählt bekommen.

Die Freie Hansestadt Bremen, das kleinste Bundesland der Republik, SPD-Stammland, Zwei-Städte-Staat. 9,7% Arbeitslosigkeit, nach Berlin die Hochburg für Straftaten, Salafisten-Hotspot, kriminelle, arabische Clans, die schlechteste Bildung in ganz Deutschland. Kurzum: Eine sozialdemokratische Erfolgsgeschichte. In einem solchen Land denkt man, dass ein Innensenator doch alle Hände voll zu tun hätte, oder? Nun, er ist auch beschäftigt. Ulrich Mäurer ist SPD-Mann und seit 10 Jahren der Innensenator an der Weser. In der inneren Sicherheit hat sich wenig spürbar geändert, aber das kann man von einem SPD-Innenpolitiker ja auch nicht ernsthaft erwarten, oder? Trotzdem bleibt Mäurer auf seinem Posten. Als Innensenator hielt er in der bremischen Bürgerschaft eine Rede, Tagesordnungspunkt war eine Anfrage der CDU-Fraktion bezüglich „importierter ausländischer Konflikte“ im Bezug auf die Kurden. Nachdem schon einige zu dem Thema sprachen, ergriff Herr Mäurer das Wort.

Die „Bremer Stadtmusikanten“ sind ein Märchen, welches für die Identität der stolzen Hansestadt von großer Bedeutung ist. Der werte Herr Senator dachte sich wohl, Bremen bräuchte einen weiteres, neues Märchen. In seiner Rede äußerte er Verständnis für die Demos der Kurden – und schwenkte dann gewaltig vom Thema ab:  „Natürlich haben wir Abends die Bilder auf den Bildschirmen, (wenn) die türkische Armee in Afrin einmarschiert (…) das dagegen demonstriert wird – da würde ich sogar mitgehen. Und ich würde auch demonstrieren, wenn ich sehe, dass die israelische Armee am Grenzzaun dutzende von Palästinensern einfach hinrichtet, auch dafür hab ich kein Verständnis (…)“. Applaus aus dem Saal, sichtbar aus der SPD-Fraktion.

Abgesehen davon, dass diese Bemerkung mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hatte: Hier handelt es sich um eine Lüge. Der Innensenator eines deutschen Bundeslandes behauptet, dass israelische Soldaten wehrlose Menschen grundlos exekutieren („einfach hinrichtet“): Ohne Belege, ohne eine Quelle, die seine Behauptung stützen könnte. Ein Amtsträger, der für die Sicherheit von rund 600.000 Menschen, darunter 1100 Juden, zuständig ist, verbreitet antisemitische Lügen. Bemerkenswert: Die Leitmedien schweigen. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn auch nur die Putzfrau des AfD-Kreisverbandes Uelzen so etwas gesagt hätte. Hier aber scheint es sich ja um Hetze aus dem richtigen Mund zu handeln: Kein Handlungsbedarf! Frau Knoblochs Empörung bleibt der AfD vorbehalten, kein Journalist der großen Medienhäuser greift die ungeheuerlichen Aussagen Mäurers auf. Eigentlich sollten solche Lügen den Rücktritt für den Senator bedeuten.

Vielleicht habe ich aber auch eine simple Erklärung für das Verhalten des Senators: Judenhass in Deutschland gründete sich historisch häufig auf Neid, Neid gegenüber den erfolgreichen Juden. Vielleicht ist es bei Ulrich Mäurer nicht anders. Denn Israel sorgt, im Gegensatz zu Bremen, effizient und erfolgreich für die Sicherheit seiner Bürger.

1 Antwort

  1. bartputzer sagt:

    Das ist schlicht und ergreifend Nazi-Propaganda. Und dann meint man, „gegen rechts“ zu kämpfen… Wie ignorant kann man sein? Die „Bremer Stadtmusikanten“ waren im übrigen ja so schlau, gar nicht nach Bremen zu gehen, weil sie vorher was Besseres fanden…

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