Bravo, Frau Klöckner!

Von MARVIN WANK | Landwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) sprach sich vorerst gegen zusätzliche Agrarsubventionen für Dürreschäden aus.

Die Lobbyorganisation „deutscher Bauernverband“ fordert eine Milliarde Euro vom Steuerzahler als Ausgleich für die Dürreschäden. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat wider Erwartens eine solche Soforthilfe erst einmal abgelehnt.

Julia Klöckner schloss staatliche Hilfe indess nicht kategorisch aus. Man müsse erst verlässliche Daten zu den tatsächlichen Schäden abwarten, sagte sie im Spiegel-Interview. Doch es ist ein Fortschritt, dass das Geld der Steuerzahler nicht gewohnt reflexartig verteilt wird: „staatliche Maßnahmen sollten die Ausnahme bleiben“, so Klöckner.

Als Begründung führte die CDU-Politikerin an, dass sie „im Dienste des Allgemeinwohls und des Steuerzahlers“ stehe. Desweiteren seien „Landwirte aber auch Unternehmer und müssen ein modernes Risikomanagement führen“. Zwei Aussagen, die eigentlich keine besondere Berichterstattung wert sein sollten. In Zeiten aber, in denen die Union eine Koalition mit der Linkspartei ernsthaft in Erwägung zieht, sind diese mehr als bemerkenswert.

Meldungen wie diese geben Anlass zur Hoffnung, dass das Vermächtnis Ludwig Erhards noch nicht vollkommen verloren ist. Zwar waren diese Äußerungen Klöckners auch nicht gerade marktradikal. Und ob Worten auch entsprechende Taten folgen bleibt ungewiss. Doch beim anhaltenden Linkskurs der Union ist schon diese Rhetorik eine Art Trendwende. Es bleibt zu hoffen, dass sich Köpfe wie Julia Klöckner innerhalb der Union gegen Symphatisanten des Sozialimus wie Daniel Günther durchsetzen. Dann ist die Marktwirtschaft in Deutschland vielleicht doch noch zu retten.

1 Antwort

  1. moneypenny sagt:

    Hm – ich denke bei solchen Meldungen erstmal, dass denen wohl so langsam das (unser) Geld ausgeht, weil sie ja die halbe Welt retten wollen… Grundsätzlich bin ich ja auch für Eigenverantwortung -, aber wenn zuallererst deutschen Unternehmern/Bauern die Unterstützungen gestrichen werden, wohingegen unzählige Migranten, die noch nie etwas in die Sozialkassen eingezahlt haben in allem möglichen unterstützt werden. dann hinkt der Gaul doch gewaltig.

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