Berlin in Reichweite russischer Raketen

Von MAX ZIMMER | Am Montag fand in Berlin eine Konferenz statt, an der auch der Generalsekretär der Nato, Jens Stoltenberg teilnahm.
Dabei äußerte er sich über die neuen russischen Marschflugkörper vom Typ SSC-8, welche atomar bewaffnet werden und bis nach Berlin fliegen können.
„Diese Marschflugkörper sind mobil. Sie sind schwer zu erkennen. Sie können atomar bewaffnet werden“ sagte Stoltenberg.

Diese Aussage steht im Kontext der jüngsten Drohung Donald Trumps, den INF-Vertrag aufzukündigen (Apollo berichtete).
Diese Stellungnahme bestätigt Trump in seinem Vorhaben, aufgrund russischer Vergehen gegen den Vertrag aus diesem auszusteigen.

Der INF-Vertrag wurde 1987 zwischen den USA und der Sowjetunion unterzeichnet, und sah eine Zerstörung der nuklearen Kurz- und Mittelstreckenraketen Arsenale und der Beobachtung des jeweils anderen Partners vor.
Da aber seit 2001 kein Inspektionsrecht mehr besteht, basiert die Einhaltung des Vertrages auf Vertrauen.
Jedoch ist Russland in Vergangenheit mehrfach in den Verdacht geraten, das Arsenal wieder aufzustücken, unter anderem wegen der Iskander System in der Exklave Kalinigrad.
Russland wiederum rechtfertig dies durch den angeblichen Vertragsbruch der USA durch die Raketenabwehrsysteme in Rumänien, welche durch ihre defensive Ausrichtung keinen Vertragsbruch darstellen.

Die Installation des neuen SSC-8 mit Berlin in seiner Reichweite würde den Standpunkt Amerikas erneut unterstreichen, das der INF-Vertrag in seiner jetzigen Form obsolet ist.

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1 Antwort

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Ohje. Wir können echt froh sein, dass Trump dagegenhält. Stattdessen prügeln alle auf ihn ein. Das ist so verrückt.

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