Der gute Generalverdacht: Die Berliner Grünen und die Polizei

Von Max Roland | Wer nur an den Mietendeckel denkt, wenn er nach haarsträubenden, irren Ideen des berliner R2G-Gruselkabinetts sucht, der unterschätzt dessen Multitaskingfähigkeit. Denn die Regierung der größten Stadt Deutschlands ist hervorragend darin, an mehreren Fronten komplett wahnsinnige Politik zu machen. Eine Wohnungspolitik mit dem Ziel, fast noch zwei Schritte Links von Karl Marx zu stehen, ist natürlich nicht genug für eine so progressive Regierung. Gott sei Dank ist auf die Grünen Verlass. Bühne frei für Dirk Behrendt.

Der Justizsenator, der schon mit großartigen Ideen wie dem offenen Vollzug für Vergewaltiger aufgefallen ist, will den Kern des Rechtsstaats abschaffen – die Unschuldsvermutung. Selbstverständlich nicht für Clans und Kriminelle – wir sind ja immerhin bei den Grünen. Für die ist der wahre kriminelle die Polizei. Deswegen sollen diese jetzt bei Rassismusvorwürfen beweisen müssen, NICHT rassistisch gehandelt zu haben. Wenn also ein schwarzer Dealer im Görlitzer Park geschnappt wird, braucht er nur „Rassismus“ schreien – und dann haben die Beamten erstmal zu tun, ihre eigene Unschuld zu beweisen. In einem Land, in dem „diskriminiert“ zu werden fast schon einen gesellschaftlichen Wert hat, wird das die Polizei lahmlegen und zu Massenklagen wegen Rassismusverdacht führen. Aber eine Polizei, die nicht arbeiten kann, kann auch nicht böse diskriminieren oder ähnliches: Ein grünes Träumchen. 

Wir lernen aber auch: Während die Grünen nach Silvester 2016 der Polizei einen „rassistischen Generalverdacht“ vorwerfen, scheint es jetzt auch einen guten Generalverdacht zu geben. Merke: Polizeiliche Maßnahmen aufgrund von statistischen Wahrscheinlichkeiten sind ein böser Generalverdacht. Ein Generalverdacht, den die Grünen aufgrund ihres pathologischen Polizeihasses in ein Gesetz packen, ist hingegen ein guter. Man fragt sich, was in der berühmten „Berliner Luft“ drin ist. Vielleicht stimmt das mit dem Feinstaub doch und die Hauptstadtsluft ist total verpestet. Es wäre wohl die beste und gnädigste Erklärung für das Handeln des Senats. Oder wir blicken auf Behrendts Handeln frei nach Baerbock: Anscheinend hat dieser „Klimasommer“ Auswirkungen auf die psychische Gesundheit.

3 Antworten

  1. Paul sagt:

    Ist doch sogar noch toll für die Grünen. Eine lahmgelegte Polizei kann einen nicht mehr aus dem Hambacher Forst zerren ;P

  2. karlchen sagt:

    ZGI twittert schön dazu: „Starker Vorstoß von Grün*innen-Politiker @Dirk_Behrendt! Fakt ist: In der Vorzeigehauptstadt #Berlin werden Straftaten ausschließlich von Rechtsextremen begangen. Werden Menschen mit Migrationshintergrund kontrolliert, ist das #Rassismus. #LADG“

  3. nordseeschwalbe sagt:

    Witziger Artikel über wirklich schlimme Entwicklungen.
    Unser schöner Rechtsstaat wird systematisch untergraben – und zwar von allen „Blockparteien“. Und leider nicht nur in Berlin – wo übrigens die gleiche Luft weht wie beispielsweise in Bremen…