Ausschreitungen in Frankreich: “Auf die Barrikaden!“

Von MAX ZIMMER | Die Franzosen gehen auf die Straße: unter dem Symbol der “gelben Weste“ demonstrierten auch heute wieder etwa 75.000 Menschen in ganz Frankreich gegen die Erhöhung von Steuern, Spritkosten und Macrons Politik.
Allein in Paris waren es 5.500 Demonstranten, die sich vor allem am Champs-Elysees sammelten, wo es später auch zu Ausschreitungen vereinzelter Chaoten und Straßenschlachten mit der Polizei kam.
Einzelne Provokateure zündeten auch Barrikaden an und benutzten Pyrotechnik, auch wurde mit Graffiti Sachbeschädigung begangen.
Die Polizei reagierte hart, und beantwortete den Volksaufstand Stufe 1 mit Demonstrantionsbekämpfung Stufe 2, Wasserwerfern, Tränengas und Rauchgranaten.
Vereinzelte Videos zeigen auch den Einsatz kleinerer Sprenggranaten der Polizei, die Echtheit der im Internet kursierenden Videos ist jedoch nicht bestätigt.

Dass Gewalt seitens der Demonstranten inakzeptabel ist, steht außer Frage.
Wenn jedoch einzelne Provokateure, entweder aus eigener Motivation oder als politisches Mittel eine ganze Bewegung zu diskreditieren versuchen, die im ganzen Land weitesgehend friedlich demonstriert und laut Umfragen von bis zu 75% der Bevölkerung unterstützt wird, muss das auch klar benannt werden.
Die einzelnen Chaoten repräsentieren nämlich nicht die Bewegung, und die Antwort der Polizei, die sich gegen die gesamte Demonstration richtete, war rabiat.

Es ist schön zu sehen, dass die Franzosen nicht alles hinnehmen.
Eine landesweite Protestbewegung gegen den alltäglichen Wahnsinn täte auch Deutschland gut, und am Themen mangelt es uns auch nicht:
Diesel Hysterie, Steuererhöhungen, Energiewende, Kohleausstieg und Groko Wahnsinn haben wir genug, um sogar 2 Revolutionen los zu treten.
Wo bleibt also hier der Aufschrei, der den Franzosen so viel leichter fällt als uns.
Zwar wäre es schmerzhaft zu sehen, wie deutsche Demonstranten auf der Straße des 17. Juni (mal wieder) von der Staatsgewalt unter Beschuss genommen werden, aber es wäre zumindest besser, als die Stille, die unser Land momentan erdrückt.

3 Antworten

  1. Raubtierkapitalist sagt:

    In Frankreich haben sich klassische Linke und Teile der sog. Neuen Rechten im Zuge der Proteste antikapitalistisch ausgetobt.

    In Kubitscheks revolutionärer 1%-Sezessionsblase hofft man derweil auf ein Überschwappen dieses Teils der Proteste, ergötzt sich an einer Querfront aus „Linken und Rechten“ und freut sich über „ein kleines bißchen Klassenkampf“ in Paris…

  2. Jan Stunnenberg sagt:

    Die Gewaltausbrüche kamen nicht von den ‚Gilettes Jaunes‘. Faschisten haben sich unter gemischt. Schau gut hin wie die bekleidet sind. Ein gelber Weste übergeworfen ist ja einfach. Wie in Hamburg G20. Früher waren das die SA Truppen oder anderswo Bolschewisten. Heute nennen die sich ‚Antifa‘. Damit die Bewegung diskreditiert werden kann. Alter sozialistischer Trick.

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