Auch FDP erkennt: ARD und ZDF verletzen Rundfunkvertrag


Von Jan Schneider | Was unter Rechten und Skeptikern, aber auch einigen Liberalen bekannt ist, ist nun auch bis zur FDP durchgedrungen: ARD und ZDF verletzten den Rundfunkvertrag! Wer hätte das gedacht.

Laut einer Studie des Nachrichtenmagazins Focus sieht die Verteilung in den großen öffentlich-rechtlichen Talkshows im ersten Halbjahr 2019 so aus: Union 47-mal zu Gast, SPD 33-mal, FDP 18, Grüne 21, Linke 11 und AfD gerade einmal 8. Macht man sich die Mühe und rechnet das ganze in Prozentzahlen um, fällt vor allem eins auf: Während alle anderen Parteien gemäß ihres Wahlergebnisse gerecht oft geladen wurden, waren die Grünen überproportional häufig, die AfD extrem selten zu Gast. Kommt dann mal ein AfDler, kriegt er ordentlich Konter von allen anderen Gästen. Eine Erfahrung, die selbst FDP-Chef Lindner in der Klimadebatte schon erlebte. Kritik an den Sendern kam bislang meist nur von AfD-Politikern, die wiederum dafür diffamiert und ins Lächerliche gezogen wurden. Michael Theuerer, Vize-Fraktionschef der FDP im Bundestag, erklärte nun: ,,Wir erleben es immer wieder, dass die FDP in öffentlich-rechtlichen Angeboten keinen angemessenen Raum bekommt – insbesondere verglichen mit den Grünen, der kleinsten Oppositionspartei im Bundestag“. Der Höhenflug der Grünen in den jüngsten Umfragen legitimiert die massive Überproportionalität nur teilweise. Ginge es danach, müssten Union und SPD weniger präsent sein. Zynisch ist, dass die FDP selbst auch, wenn auch nur leicht, gemäß ihres Wahlergebnisses überproportional vertreten ist. Wenigstens hat Theurer das Problem erkannt. Die beiden beliebtesten Politiker in Talkshows waren übrigens – Überraschung – Annalena Baerbock und Robert Habeck. AfD-Bundessprecher Meuthen beklagt sich dagegen völlig zurecht, dass oft über, aber selten mit der AfD gesprochen wird. Wenn es schon einen Staatsfunk gibt, dann wird auch neutrale Berichterstattung erwartet.

4 Antworten

  1. dasLinkeParadox sagt:

    Warum ist die Focus-Studie nicht verlinkt? Vielleicht bin ich ja naiv, aber massenhaft Klickzahlen auf kritische Artikel und Boykott von Jubelmeldungen erziehen vielleicht die Redaktionsstuben der Clown-Medien!

  2. Thomas Jacobs sagt:

    Mehrere unabhängige Untersuchungen, auch im Ausland, ergaben eine extrem überproportionale Vertretung grüner Journalisten, gefolgt von linken, in den offiziellen Medien, gleichgültig welchen. Diese Zahlenverhältnisse spiegeln sich natürlich auch in der Einladepraxis zu politischen „Twittershows“, in denen dann grüne PolitikerInnen ihre Bekenntnisse abgeben dürfen, AfDler unter den Tisch gekehrt oder trocken rasiert werden sollen. Der Grund liegt darin, dass der Marsch Linker durch die Institutionen seit den siebziger Jahren dazu geführt hat, dass sehr viele Apo-Aktivisten und deren Anhänger überproportional in die Medien, einschließlich Rundfunk und Fernsehen gegangen sind, um von dort aus den Aufbau der Grünen unkritisch zu begleiten, zu promoten. An den Schalthebeln medialer Macht angekommen, sorgt man natürlich dafür, einflussreiche, lukrative Posten und immer noch gut bezahlte Pöstchen an die „JüngerInnen im selben Geiste“ weiterzugeben. (Ein Herr Dr. Claus Kleber erhält laut Wikipedia rund 600.000 Euro Gehalt im Jahr und hat, wie viele in der Branche, extreme gute Pensionsansprüche.) Vor nicht allzu langer Zeit gab Antje Vollmer (ehemals DKP) in einem Interview dankbar zu, dass die Grünen/Alternativen vor allem durch die Presse und die Medien getragen und zum Erfolg geführt worden seien! Welche Presse war das wohl?? Die damals konservativ-bürgerliche ? Hinzu kommt, dass die AfD, verärgert durch die Pressepraxis ihr gegenüber, stets laut darüber nachdenkt, die Öffentlich-Rechtlichen zu verkleinern, sie auf eine Grundversorgung zurückzustutzen, deren krakenhafte Ausbreitung in der Medienlandschaft zu beschneiden! Natürlich wehren sich die so Angegriffenen und in ihrem Bestand sowie ihren Pfründen Bedrohten verständlicherweise mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln: einseitige und Lückeninformation, eine desavouierende Einladepraxis gegenüber der AfD etc. . Dass die Öffentlich -Rechtlichen sowie andere Medien zwar ein Spiegel der augenblicklichen Macht- aber nicht mehr unbedingt der gesellschaftlichen Verhältnisse sind und oft genug ihre Rolle als vierte Macht höchst einseitig wahrnehmen, ja missbrauchen, bleibt davon unberührt!

  1. 3. Juli 2019

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