Antizionismus und der politische Judenhass

Von MAX ZIMMER | Mit der Gründung des Staates Israel durch die UN 1948 ist das Problem des verachteten, verfolgten und verhassten Juden nicht verschwunden, sondern im Gegenteil wieder erstarkt.
Kurz nach dem Holocaust und der Ermordung von 6 Millionen Juden in Europa mussten sich die Überlebenden nun in ihrer neuen alten Heimat Israel gegen die arabischen Antisemiten wehren, die versuchten den im Koran niedergeschriebenen Vernichtungsphantasien Folge zu leisten.
Daraus resulierte der israelische Gründungskrieg, nachdem die Staaten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien direkt als Reaktion auf die Unabhängigkeitserklärung Israels diesem den Krieg erklärten.
Der Krieg dauerte 15 Monate, und endete mit der Niederlage der arabischen Aggressoren und der Gründung Israels, welches nach dem militärischen Erfolg mehr Gebiet annektierte, als im Teilungsplan ursprünglich vorgesehen.
Der Zionismus hatte also gesiegt.
Und hier wird es spannend.
Wird doch dieser Begriff heute in so mancher Szene als etwas negatives, ja in teilen gar dämonisches oder bösartiges dargestellt, bedeutet er im Grunde nichts anderes, als die Motivation der Juden/Israeliten in ihrem historischen Gebiet einen souveränen Staat zu gründen.
Was daran verwerflich sein soll, gerade als eine Glaubens- bzw. Volksgruppe, die in der Geschichte so extrem verfolgt und mit Progromen und Gewalt überhäuft wurde, ist fraglich. Vielleicht liegt es ja wirklich einfach daran, dass es Juden sind.
Und was wäre das schon für eine Welt, in der sich Juden frei und souverän in einem eigenen Territorium ihres Lebens freuen können?
Also wird heftig gegen die Unterstützer des Staates Israel mobil gemacht, das Land mit Anschuldigungen und Halbwahrheiten denunziert, und ein politisch-historisches Zerrbild gezeichnet, welches versucht ein Schuldgefühl zu kompensieren, welches mit dieser Frage überhaupt nichts zu tun hat.
So z.B. etwaige Nazi Vergleiche, nach denen Israel das neue Deutschland des Jahres 1938 sei, und den Palästinensern eine vollkommen unangemesse Opferrolle zugewiesen wird.

Jeder, der sich etwas intensiver und objektiver mit der Geschichte dieses Konflikts auseinandersetzt weiß, dass das Gebiet Israel oder auch Judäa vor 3.000 Jahren von den Juden besiedelt, und vor allem auch Jerusalem von ihnen errichtet wurde.
Dort lebte das wohl älteste Volk des Nahen Osten dann auch einige Zeit, bis die Römer das Gebiet okkupierten und anfingen, die Juden zu unterdrücken.
Diese wehrten sich nach einiger Zeit und führten einen Krieg gegen die römischen Besatzer (die ihre Kolonie übrigens “Palästina“ tauften), verloren diesen Krieg aber und mussten nach Europa fliehen. Nachdem die Juden ihr von den Römern besetztes Land verließen, siedelten sich die expandierenden Araber dort an.
Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wurde das Land immer wieder umkämpft und fiel unter verschiedene Einflusszonen, nie wieder jedoch unter jüdische.
Während das geflüchtete Volk im Europa des Mittelalters unterdrückt und in Ghettos gezwungen wurde, bauten sich die Landräuber im Nahen Osten “ihr“ Land auf.
Das folgende kennen wir: Holocaust, UN Resolution, israelischer Unabhängigkeitskrieg, Nah-Ost Konflikt.

Dieser Konflikt ist eigentlich längst gelöst. Mit Jordanien besteht bereits ein souveränes, arabisches Land im Bereich der ehemaligen britischen Verwaltungszone Palästina.
Die Existenz eines “Volkes“ der Palästinenser ist defakto ein Mythos. Es sind einfach Araber, die nicht einsehen wollen, dass die Israeliten nach tausenden Jahren ihr Land zurück haben. So ist es auch keine moderate “Befreiungsorganisation“, die die Palästinenser Gebiete verwaltet, sondern die radikal islamische Terrororganisation Hamas, die den jüdischen Staat Zeit seines Bestehens mit Terror überzieht, weil die Existenz eines jüdischen Staates auf angeblich “muslimischem“ Boden “haram“ ist.
Die Palästinenser werden nicht verfolgt, nicht unterdrückt.
Ja, Israel bombardiert Gaza. Dort sitzt nämlich die Hamas, deren erklärtes Ziel die Zerstörung Israels und ein Genozid an den dort lebenden Juden ist.
Israels Handlungen sind nach dem Völkerrecht legitimiert, da ein Angriff auf einen souveränen, von der UN anerkannten Staat besteht, und von dort eine Gefahr für Israel ausgeht.
Nach dem Selbstverteidigungsprinzip also legitim.

Die Natur des “Antizionismus“ ist eine Feindschaft dem rechtmäßigen Staat Israel gegenüber, sowie allen Handlungen, mit denen dieser sich und seine Bürger verteidigt.
Zwar ist der Antizionismus in allen (meist extremen) politischen Lagern ansässig, bei Linken wie Rechten, vor allem aber Islamisten, aber meist ist es nur ein Tarnbegriff einer grundlegenden antisemitischen Haltung.
Häufig auch in Verbindung mit der Annahme, jüdische Banken würden die Welt kontrollieren (jüdische Weltverschwörung).
Dass dieses Weltbild gefährlich ist, haben uns die Nationalsozialisten hinlänglich bewiesen.
Mit Propagandafilmen wie “Rothschild“ oder “Jud süß“ sollte vermittelt werden, dass eine von Natur aus bösartige “jüdische Rasse“ das Bankenwesen sowie alles böse auf der Welt kontrolliere und steuere.
Und wenn man auch heute noch zwischen den Zeilen liest, so wird man bei manch einer Argumentation dieses Weltbild, wenn auch weniger offensichtlich, wieder finden.

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