Antisemitische Straftaten: Statistik versus Realität

Von LIANA | Etwas, was vielen schon bekannt sein dürfte, ist durch eine Antwort der Berliner Senatsverwaltung auf eine Anfrage der FDP nun erneut in den Fokus gerückt: Antisemitische Straftaten. Genauer gesagt, die Behandlung von antisemitischen Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik. Antisemitismus hat viele Gesichter und Facetten, und so können antisemitische Straftaten aus den verschiedensten politischen Lagern kommen und von den verschiedensten Ideologen verübt werden.

Dabei wäre es wichtig zu wissen, wie die Proportionen sind – welche Ideologie ist die größte Bedrohung für Juden in Deutschland? Fragt man die Statistik, dann heißt es: Rechtsextremismus. 


Doch die Statistik trügt. Wie die Antwort der Senatsverwaltung zeigt, ist die Zahl der rechtsextremen Taten künstlich hoch: Denn alle Taten, die nicht aufgeklärt werden, also die, wo kein Täter ermittelt werden kann, werden unter „Rechts“ geführt. In Berlin lag die Zahl der nicht aufgeklärten Fälle 2018 bei 66%. Die Kriminalstatistik für den Bund bedient sich der gleichen Methodik. 

Alle sollten sich einig sein: Um Antisemitismus wirklich und wirksam zu bekämpfen, muss man sich über die Proportionen im klaren sein. Die generelle Zuordnung zu „Rechtsextrem“ ist weder im Interesse des Staates, noch der Bürger – schon gar nicht der jüdischen Bürger. Sie ist auch nicht im Sinne derjenigen, die Antisemitismus wirklich bekämpfen wollen. 

Sie ist im Interesse derer, die diese Statistiken immer anführen, um von Problemen abzulenken. 

3 Antworten

  1. 9. Mai 2019

    […] • Weiterlesen • […]

  2. 9. Mai 2019

    […] über Antisemitische Straftaten: Statistik versus Realität — Apollo News […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.