55% der Iranerinnen gegen Kopftuch

von KARL DRAMM | Wenn das Parlament der Islamischen Republik Irans eine Studie zum Thema Kopftuchzwang in Auftrag gibt, ist dies bereits Überraschung genug. Weitaus weniger überraschend ist es aber, wenn knapp 55% der persischen Frauen ihr Kopftuch ablegen würden, wenn sie es könnten. Am häufigsten verbreitet im Iran ist das Tragen der sogenannten Hijabs,ein gewöhnliches Kopftuch in Kombination mit einer Körperverschleierung, welche bis zu den Schuhen heruntergeht und wo das Kopftuch nur die Haare bedecken soll. Ab dem neunten Lebensjahr ist jede Frau in der Islamischen Republik dazu verpflichtet ein solches Gewand zu tragen. Durch die Entwicklung Irans und den Blick in Richtung Westen seitens der Bürger, wurden die Gewänder trotzdem immer kürzer, oder enger. Wer den „Körperschutz“ nicht ordnungsgemäß trägt, bekommt Besuch von der Sittenpolizei mit folgenden teilweise hohen Geldstrafen.

Die Studie ergab, dass vor allem höher gebildete Frauen im Iran (Mit Hochschul-, oder Universitätsabschluss) weitaus mehr dazu neigen, ihr Kopftuch abzulegen, wenn sie es könnten. Auch von der Seite des Staates aus bewerten einige Experten die Kopftuchzwangpolitik im Iran als fehlgeschlagen, da alle bisherigen juristischen Schritte gegen diesen Zwang nichts gebracht hätten.

Nun stellt sich die Frage, ob es in nächster Zeit soweit kommt, dass die Islamische Republik Irans den Verschleierungszwang, wie in der Türkei z.B: abschafft – dafür sind meiner Meinung nach, die wichtigsten Bevölkerungsgruppen und die mächtigsten Männer des Landes, zu muslimisch oder auch zu radikal eingestellt!

1 Antwort

  1. riscobello sagt:

    Es ist eine gottverdammte Schande, dass unsere ach so streitbaren Feministinnen nicht gegen diese mittelalterliche Frauen- (und Mädchen!)Quälerei ins Feld ziehen! Aber das sind ja sowieso eigentlich Frauen-Verächter*Innen…